Zwischen Gletschern und Geysiren

Landschaft, Portrait, Wildlife: Milse und Walch schöpften motivlich aus dem Vollen.Vier randvolle Tage, zwei Fotografen, ein Ziel: Für die Canon-Kampagne zur Einführung der EOS 6D fotografierten und filmten Thorsten Milse und Richard Walch auf Island, was Zeit und Material hergaben. Das Ergebnis: Eindrucksvolle Aufnahmen einer Ausnahmelandschaft – und der Beweis, dass auch die kleinste Vollformatkamera des Marktführers große Bilder liefern kann.




Landschaften von „grafischer“ Schönheit – eingefangen aus der Luft (links und unten) wie aus Meereshöhe25. Oktober 2012, im Luftraum über der isländischen Küste. Die Cessna ist etwa eine halbe Stunde in der Luft, als es passiert: Auf einen Schlag wirbeln tausende kleiner Federn durch Cockpit und Passagierraum. Der Pilot brüllt etwas von einem Vogelschaden und von schlechter Sicht. Richard Walch schaut irritiert auf Propeller und Rumpf der Maschine. Thorsten Milse begreift als erster, was wirklich passiert ist: Walchs Daunenjacke hat einen Riss, der eisige Wind, der durch die ausgehangene Tür des Kleinflugzeugs in die Kabine drückt, reißt die Füllung aus der Jacke und verteilt sie in der Kabine. (Walch war, wie das Team später rekonstruiert, beim Filmen durch die offene Luke mit dem Ärmel an einem Sicherungssplint hängengeblieben.) Milse überlegt nicht lange, greift zum Gaffa-Tape, reißt einen Streifen ab und dichtet die Jacke ab. „Das war eine der Situationen, die typisch waren für die Arbeitsatmosphäre zwischen mir und Thorsten“, sagt Walch. „Wir haben uns sprichwörtlich blind verstanden, hatten oft die gleichen Motiv-Ideen. Wir haben Hand in Hand gearbeitet, oft ohne Worte.“

Morgenröte trifft Raureif: Der frühe Fotograf ...Allein schon Start und Landung waren spektakulär – als Start- und Landepiste diente eine schnurgerade Landstraße irgendwo im Nichts der isländischen Landschaft. Eineinhalb Stunden kreist das Fotografen-Film-Duo über Küste und Landesinnerem, gerade mal 150 Meter über NN. Milse und Walch schießen und drehen mit der 6D ohne Unterlass, weil sie berauscht sind von der Landschaft unter ihnen. Und weil scharfe Takes eher die Ausnahme als die Regel sind. „Da gab es jede Menge Luftlöcher, da nützt dir auch der beste Image-Stabilizer und eine Verschlusszeit von 1/4.000 Sekunde nichts mehr“, sagt Milse.

Für ihn wie für seinen Kollegen war der Flug über das subarktische Eiland der Höhepunkt der viertägigen Produktion. „Das Fliegen war der Hammer“, sagt Walch, der sich während der Reise überwiegend auf die Bewegtbild-Takes für die Image- und Making-of-Filme zur 6D konzentrierte. „Es hat den Piloten zwar etwas Überwindung gekostet, ohne Tür zu starten, doch als wir in der Luft waren, war er supercool. Die Möglichkeit, eine Landschaft fast senkrecht von oben zu betrachten und zu filmen ist einmalig – eine Perspektive, die dem Betrachter normalerweise verborgen bleibt.“ Auch Milse erinnert sich begeistert: „Mir ist zwar irgendwann der Polfilter fliegen gegangen, und ich dachte zwischendurch, der Rücken machts nicht mehr lange, weil ich die ganze Zeit halb aus der Maschine hing. Aber es war wie im Rausch...

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