Schwarz satt

Um die Ausarbeitung der eigenen Bilder zu Fine-Art-Prints flexibel und vollständig unter Kontrolle zu haben, führt kein Weg am eigenen Drucker vorbei. Der Canon imagePROGRAF PRO-300 ist der kleinste Drucker der Serie mit Pigmenttinten – und druckt „wie ein Großer“. Was er beim Praxistest herauslässt, ist feinster Fotodruck.

Canon imagePROGRAF PRO-1000

Der Canon-Drucker imagePROGRAF PRO-300 ist der Nachfolger des imagePROGRAF PRO-10S, das Einstiegsmodell für die Welt des Fine-Art-Druckens mit Canon. Im Unterschied zu seinem formatgleichen Vorgänger kann der PRO-300 allerdings dank eines neuen Druckwerks randlos drucken. Außerdem verfügt er über eine Schräglagenkorrektur für das Druckmedium und kann Panorama-Drucke bis zu einer Länge von 99,6 cm ausgeben. Der neue Druckkopf erkennt, wenn eine Düse verstopft ist, und wechselt automatisch auf eine andere Düse – das mindert den Ausschuss.

Ein neuer interner Prozessor sorgt für eine erstaunlich hohe Geschwindigkeit: Ein Fine-Art-Druck im Format A3 braucht rund fünf Minuten. Ebenso wie seine größeren Geschwister – vom PRO-1000 (Format bis A2+) bis zum PRO-6100 (152 cm Druckbreite) – nutzt der neue Einsteigerdrucker das Lucia-Pro-Tintensystem. Beim PRO-300 besteht es aus insgesamt neun PFI-300-Pigmenttinten plus dem „Chroma Optimizer“. Dieser sorgt für eine gleichmäßige Oberfläche. Ein vollständiger Tintensatz ist im Lieferumfang enthalten. Einzeln kosten die Lucia-Pro-Tinten im Canon-Online-Shop jeweils 19 Euro inkl. MwSt., netto liegt der komplette Satz also bei knapp 165 Euro. Der Drucker kostet weniger als 800 Euro.

Neue Mattschwarz-Pigmenttinte

Beim PRO-300 kommt eine neue Mattschwarz-Tinte zum Einsatz – und diese trägt maßgeblich zum „Wow“-Effekt bei, der beim Betrachten der ersten Testprints eintritt: Ein so sattes Schwarz auf mattem Papier hat man selten gesehen. Das tiefe Schwarz sorgt bei Low-Key-Motiven auf dem Fine-Art-Smooth-Material von Canon für eine unglaubliche Tiefe und gibt den hellen, farbigen Partien eine geradezu reliefartige Plastizität. Insgesamt arbeitet der PRO 300 mit drei Schwarztinten, die je nach gewähltem Material zum Einsatz kommen.

Großformatige Drucker sind sperrige Testkandidaten – jedenfalls im Vergleich zu Kameras, Objektiven oder Zubehör. Der image PROGRAF PRO-300 von Canon mit einem maximalen Druckformat von A3+ (329 x 483 mm) macht hier keine Ausnahme. Allerdings ist er mit 14,4 Kilogramm Gewicht und Außenmaßen von 639 x 837 x 416 mm (B x T x H) bei offenem Ausgabefach so gerade noch schreibtischkompatibel – vorausgesetzt, man verfügt über einen entsprechend großen Schreibtisch. Die Aufstellung abseits des Schreibtischs mit Distanz zum Rechner oder Mobilgerät dürfte für die meisten Anwender praktischer sein – und vollkommen unproblematisch, weil der PRO-300 problemlos über LAN und WLAN angesteuert werden kann.

Im Handumdrehen im Netz

Nach dem Auspacken und Aufstellen und der Installation der Tinten wird zunächst der aktuelle Druckertreiber von der Canon-Homepage geladen und installiert, im Praxistest für Mac OS 10.15 Catalina. Der Drucker wird über Apples „Bonjour“-Netzwerkhelferlein problemlos erkannt und installiert. Damit ist der PRO-300 im „Drucken“-Menü jedes Anwendungsprogramms verfügbar. Der Drucken-Dialog Adobe Photoshop zeigt die übliche Vielfalt an Optionen. Tipp: Das Farbmanagement sollte man getrost …


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