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BUSINESS MIT GOOGLE

digit! 1-2018Die Antwortmaschine Google schiebt sich mit dem „Local Pack“, den Fundstellen aus ihrem eigenen Branchenbuch, auf die vordersten Plätze der Suchergebnisse. So wird für viele Firmen ihr „Google My Business“-Profil wichtiger als ihre eigene Website, und der Druck auf sie steigt, bei „Google Ad-Words“ Anzeigen zu schalten und Dienstleistungen rund um die lokale Suche zu buchen.

Um den Klimawandel zu verstehen, den Google in der Suchmaschinenlandschaft durchsetzen konnte, sind diese Zahlen und Fakten wichtig: Google ist die meistgenutzte Suchmaschine in Deutschland mit einem Marktanteil von mehr als 90 %. Suchanfragen werden inzwischen überwiegend mit einem mobilen Gerät durchgeführt, in der Regel mit einem Smartphone. Gut die Hälfte aller Suchanfragen hat einen lokalen Bezug. Google berücksichtigt bei Antworten den Standort der Suchanfrage und zeigt automatisch Ergebnisse von Anbietern an, die sich in räumlicher Nähe zum Nutzer befinden. Die Sortierung der Ergebnislisten hat Google dabei radikal geändert. Statt wie früher mit Links zu Websites, versorgt Google den Nutzer jetzt vorrangig mit Antworten aus seinem eigenen Branchenverzeichnis „Google My Business“. Die organischen Suchergebnisse werden zweitrangig unterhalb des „Lokal Pack“ gelistet, das ist ein Block aus drei „Google My Business“-Fundstellen.

Was ist Google My Business?
„Google My Business“ (GMB) ist das kostenlose Branchenverzeichnis von Google. Google legt ungefragt für jedes Unternehmen ein Profil an und füllt diesen Datensatz mit Informationen aus vielerlei Quellen, zum Beispiel Bewertungsportalen, Social-Meda-Profilen, Branchenbüchern, Verbandsverzeichnissen und Unternehmenswebsites. Auch Künstler, Autoren und sonstige Personen mit seriösem Webauftritt müssen damit rechnen, dass Google bereits hinter ihrem Rücken ein GMB-Dossier ü digit! 1-2018ber sie angelegt hat und dieses prominent ausliefert. Ein GMB-Profil ist die Voraussetzung, um im „Local Pack“ der Google- Suche und auf „Google Maps“, dem Kartendienst von Google, gefunden zu werden. Solch ein Firmeneintrag wird eingeblendet, wenn ein Nutzer bei Google oder Google Maps nach einem Geschäft oder einem Dienstleister sucht. Je nach Displayformat zeigt die Google- Fundstelle neben den elementaren Daten, die eine Kontaktaufnahme leicht machen – das sind der Firmenname, die Telefonnummer, ein Link zur Kartenansicht auf Google Maps und ein Link zur Firmenwebsite –, auch Bewertungen, Fotos, Beiträge und weitere Informationen zur Firma an. Jeder „Google My Business“-Eintrag ist mit dem Risiko verbunden, falsche und damit geschäftsschädigende Informationen zu verbreiten, da er ein automatisch erstelltes Sammelsurium aus undurchsichtigen Quellen ist. Als Gegenmittel bietet Google an, sich als Inhaber eines Firmeneintrags zu melden und sich von Google zur Bearbeitung des Dossiers autorisieren zu lassen. Mit anderen Worten: Man muss die Datenpflege in Googles Branchenbuch selber in die Hand nehmen, damit die Suchmaschine möglichst wenig falsche Tatsachen über die eigene Firma verbreitet!

Google AdWords
Warum legt Google ungefragt und aggressiv Business-Dossiers von allen an, die geschäftsmäßig im Internet unterwegs sind und spielt diese Daten vorrangig aus? Weil sich auf diese Weise das Geschäft mit Anzeigen befeuern lässt. Nur mit „Google AdWords“, dem Onlinewerbeprogramm von Google, kann man das Erscheinen der eigenen Website in der mobilen Suche direkt...

 

 


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