Techtalk, Folge 10:

Erstellen Sie per inhaltsbasiertem Flächefüllen aus kleinen Samples großflächige Texturen, und nutzen Sie diese auch für die doppelte Frequenztrennung. Tilo Gockel zeigt, wie es funktioniert.

Was auch immer Sie retuschieren, stets haben Sie es auch mit Texturen zu tun. Sei es ein Muster für ein T-Shirt oder Kleid, eine Oberflächentextur für Gewebe, Beton, Holz oder auch eine neue Hautstruktur. Wir zeigen ein leistungsfähiges Verfahren, mit welchem Sie schnell und mit gutem Ergebnis diese Texturen und Muster selbst erstellen können.

Synthese per inhaltsbasiertem Füllen

Die Photoshop-Funktion „inhaltsbasiertes Füllen“ kennen Sie sicher bereits als Werkzeug, um unliebsame Bildinhalte flott, gründlich und nahezu nahtlos löschen oder fehlende Bildinhalte schnell ergänzen zu können. So bequem diese Anwendungen sind, so komplex ist der Algorithmus dahinter. Nicht nur muss der Filter aus kleinen Bildbereichen Texturen generieren. Er sollte dabei auch noch durchgehende Linien im Bild beibehalten, einzusetzende Teilbilder zusammenhalten und einiges mehr. Wäre es nicht großartig, wenn man diesen leistungsfähigen Filter auch dazu verwenden könnte, um für die eigene Anwendung großflächige Texturen zu generieren?

Diese Verwendung des Filters ist kaum bekannt, obwohl sie ganz einfach funktioniert. In der Kürze:
1. Bild anlegen mit großzügiger Größe
2. Kleine Vorlage-Textur in das Bild als neue, ansonsten leere Ebene einfügen
3. Auf dieser neuen Ebene Auswahlbereich aufziehen
4. Aufrufen: Bearbeiten > Fläche füllen > [x] Inhaltsbasiert

Dieser Ablauf funktioniert besonders rasch und einfach. Wer sich darüber hinaus noch Einstellmöglichkeiten fürs Flächefüllen wünscht, startet stattdessen die etwas komplexere Funktion: Bearbeiten > Inhaltsbasiertes Füllen.

Klassische Anwendungen

Anwendungen wie im Falle des Aufhängerbildes bieten sich an. So können Sie mit dem Verfahren ganz einfach großflächige Texturen generieren, um Textilien mit Mustern zu versehen, um Hintergründe zu erstellen oder um CGI-Objekte mit Textur zu versehen (Holz, Beton, Marmor) – ein kleines Vorlagebild reicht dafür aus. Im Beispiel sehen Sie, wie wichtig Texturen für einen realistischen Eindruck sind.

Anwendung bei der doppelten Frequenztrennung

Eine weitere interessante Anwendung, die wohl zuerst einmal nicht ganz so nahe liegend scheint, ist die Generierung der Hochfrequenz-Ebene im Rahmen der Frequenztrennung. Wir hatten zu diesem Verfahren bereits in digit! 1-2017 eine Erweiterung vorgestellt, bei der man die hohen Frequenzen aus einem anderen Bild generiert und dann aufs Ausgangsbild überträgt – gemeint ist die doppelte Frequenztrennung …

 


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