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HI-FI-FOTOGRAFIE – TEIL 4 | BILDER RICHTIG ARCHIVIEREN

digit! 1-2018Im vierten Teil unserer Hi-Fi-Imaging-Serie geht es um die Bildarchivierung. Ein Thema so spannend und aufregend wie einst das Testbild im Fernsehen, möchte man meinen. Frank Werner kann ihm durchaus spannende Aspekte abgewinnen.

Doch wenn man nach zehn Jahren digitaler Fotografie und 300.000 Bildern, die auf zwölf verschiedenen Speichermedien ruhen, das gewünschte Bild nicht ohne minuten- oder stundenlanges Suchen findet, wird es spannend. Dann merkt man, wie sinnvoll es gewesen wäre, wenn man sich vor zehn Jahren ein bis zwei Stunden Zeit genommen und eine Archivierungsstrategie beschlossen hätte. Die meisten davon sind extrem einfach, man muss nur bei der Umsetzung etwas konsequent sein.

Der ideale Ansatz
Einer unserer Kunden, ein professioneller Fotograf aus Wien, der unser Firmenconsulting zum Thema optimale Bildqualität und digitaler Workflow in Anspruch genommen hat, hat eine ideale Einstellung zum Thema Archivierung. Auf meine Frage, welche Archivierungsmethode oder Datenbank er verwendet, sagte er: „Ich brauche das nicht. Ich überlege mir ein Bild und wie ich es mir vorstelle. Das reift dann drei bis vier Wochen. Dann suche ich Location, Requisiten und Models, plane den Shoot, baue alles auf, setze das Licht und mache, wenn alles passt, genau drei Bilder. Davon sind zwei nur zur Sicherheit. Zwei der drei Bilder werden gelöscht. Nur das beste wird behalten und verkauft“. So kommt er im Jahr bei ca. 50 Projekten auf ebenso viele 50 Bilder. Oder wie Ansel Adams schon erkannte: „Wenn ein Fotograf im Jahr zwölf bedeutende Bilder macht, hat er gute Arbeit geleistet.“ Diese Gedanken vorweg als kleine Erinnerung, dass man Bilder auch löschen kann.

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Strukturen
So sehr ich die Katalogsysteme von Lightroom, Capture One oder anderen Archivierungssystemen schätze, bin ich jemand, der seine Bilder klassisch in geordneten Dateistrukturen auf der Festplatte ablegt und jene dann in sein Katalogsystem übernimmt.

Idealerweise hat man auf PC oder Mac, ob stationär oder mobil, mindestens zwei Festplatten oder Partitionen. Eine der beiden Festplatten sollte eine SSD (Solid State Disk) sein. Der Gigabyte-Speicher kostet hier mehr als bei der Hard Disc, die SSD liefert aber eine hohe Geschwindigkeit und schnelle Zugriffe. Auf der SSD sollten Betriebssystem und Programme, die Kataloge und die Daten, an denen ich momentan arbeite, liegen. Idealerweise verfügt ein Rechner über zwei SSDs oder zumindest zwei Partitionen auf der SSD, sodass man Betriebssystem und Programme auf die eine und Kataloge und aktuelle Daten auf die andere legt. Sollte das Betriebssystem einmal nicht mehr funktionieren, und ja, das passiert auch bei Macs, kann man die OSX- oder Windows-Partition auf der SSD einfach komplett neu aufsetzen, ohne dass man einen Datenverlust bei Katalogen und Bildern befürchten muss.
Die andere Festplatte, meist eine konventionelle Platte oder ein RAID-System in interner oder externe Ausführung, enthält dann das Bildarchiv.

 


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