Fotobuchherstellungsverfahren im Überblick (Teil 1)

Fotobücher können ein wichtiger Baustein in der Business-Strategie für Profi-Fotografen sein. Viele sind aber schon bei den ersten Schritten von der Vielfalt der Herstellungsmöglichkeiten verwirrt. Fotobuch-Fachautorin Petra Vogt stellt die Varianten vor und räumt einige Mythen aus dem Weg.

Drei Fotobücher

Eine zentrale Frage bei jedem Buchprojekt ist das Herstellungsverfahren, denn es entscheidet wesentlich über Qualität und Preis. Mittlerweile wird eine ganze Reihe an Varianten angeboten. Es dominieren aber vor allem zwei Herstellungsarten: zum einen der Offsetdruck – in den Varianten konventionell und digital – und zum anderen die Ausbelichtung auf Fotopapier. Vor allem in der Profi-Liga ist außerdem noch der Inkjet-Druck – in den Varianten industriell und Fine-Art-Printing – zu finden. Um die Unterschiede sowie die daraus resultierenden Vor- und Nachteile besser zu ver- stehen, erklären wir im Folgenden ein paar technische Hintergründe zum grundlegenden Verständnis.

Offsetdruck in den Spielarten digital und analog

Das bekannteste und weit verbreitetste Herstellungsverfahren für Bücher ist der Offsetdruck, denn er ist vergleichsweise kostengünstig und bietet viele Möglichkeiten. So gibt es in diesem Druckverfahren das größte Angebot an Buchformaten, Bindungs- arten und Papiervarianten. Als besonderen Pluspunkt bieten einige Hersteller mittlerweile selbst beim Digitaldruck Veredelungs- verfahren wie etwa eine Lackierung (siehe Abbildung) an, die bisher dem Auflagendruck vorbehalten waren.

Wer drucken möchte, muss sich zunächst zwischen den beiden grundlegenden Spielarten entscheiden: Da ist zum einen der konventionelle Offsetdruck mit einer analogen Druckplatte und zum anderen der digitale, bei dem das Bild direkt aufs Drucktuch auf- gebracht wird. Letzteres macht auch eine Einzelauflage im Digitaldruck wirtschaftlich. Bei höheren Stückzahlen hat dagegen immer noch der konventionelle Offset-Druck einen Preisvorteil (dazu in der nächsten digit! mehr).

druck nicht ganz so brillant wie bei der Ausbelichtung. Die Drucker versuchen das mit verschiedenen Mitteln, wie etwa speziellen Raster-Varianten oder einer höheren Auflösung – die einige Hersteller auffällig bewerben –, abzumildern. In der Praxis wird ein optimales Druckergebnis aber nur durch das Zusammenspiel …

 


 

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