Schwarzweiß en vogue

digit! 6-2015 Fine-Art-ImagingIn der digitalen Welt erlebt Schwarzweiß ein erstaunliches Revival: Blättern Sie durch die Vogue oder besuchen Sie eine Fotokunstausstellung, und Sie begegnen den nüchternen, aber auch intensiveren Schwarzweißbildern.

Pablo Picasso hat einmal gesagt: „Colors are only symbols. Reality is to be found in luminance alone“. Ein schöner Satz, und tatsäch-lich bringt nur die monochrome Darstellung die Quintessenz der Fotografie – das Zusammenspiel von Licht und Schatten – ohne Ablenkung zur Geltung. Aber nicht jedes Bild eignet sich für eine monochrome Darstellung. Schauen Sie die Beispiele an und urteilen Sie selbst.

Was der Sonnenuntergang verliert, das ist der Zugewinn der Tulpen – hier ist nun die Ablenkung durch den eher unglücklichen Farbkontrast Grün-Violett aufgehoben, und die schönen Schattierungen auf den Blüten sind optimal erkennbar. Auch Portraits können durch die Umwandlung nach Schwarzweiß an Wirkung gewinnen.


digit! 6-2015 Fine-Art-ImagingFRÜHER haben Fotografen die knackigen Kontraste einmal durch den Einsatz von Farbfiltern vor dem Objektiv und zum zweiten durch raffinierte Dunkelkammertechniken erzielt.

HEUTE ist die Methode, digital zu knackigen Schwarzweißentwicklungen zu kommen, im Grunde noch immer dieselbe, aber die Techniken sind einfacher und flexibler geworden – und viel schneller anzuwenden. Wer nicht gerade mit der Leica M Monochrom fotografiert, der nimmt zunächst ein Farbbild auf. Damit kann er auch später noch über die Zuordnung der Luminanzwerte zu den Farbwerten entscheiden. Dieser Schritt gleicht dem Filtereinsatz in der analogen Fotografie. Infrage kommende Photoshop-Werkzeuge sind die Einstellungsebene Schwarzweiß und die Einstellungs-ebene Kanalmixer, und Plug-in-Anbieter wie Nik bieten ähnliche Mechanismen. Aber auch die oben skizzierte Dunkelkammertech-nik hat den Übergang zur digitalen Fotografie überlebt. Dodge & Burn ist auch in Photoshop noch immer die gängige Technik, um Hell-Dunkel-Kontraste lokal herauszuarbeiten.


Im Folgenden finden Sie exemplarische Umwandlungen mit Tools wie Nik, Radlab und VSCO sowie mit den Photoshop-Bordmitteln. Und als Extra erhalten digit!-Leser den hausgemachten Schwarzweiß-Look in Form von drei Look-up-Tables (LUTs) zur freien Verwendung als Download.


DAS AUSGANGSBILD zeigt eine kontrastreiche Szene im har-ten Licht, die sich perfekt für eine Schwarzweißumwandlung eignet. Naiverweise könnte man nun meinen, dass eine schlichte Entsättigung, wie sie in Photoshop per Strg-Shift-U geschehen ...

 


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