Konkurrenz für den Platzhirsch

Affinity Photo hat sich in den vergangenen Jahren als leistungsfähige und vergleichsweise kostengünstige Alternative zu Adobe Photoshop etabliert.

Export-Dialog Affinity

Mit der Übernahme des Entwicklers Serif durch Canva nähert sich die Affinity-Suite der Creative Cloud von Adobe an. Michael Marczok hat ausprobiert, wie konkurrenzfähig der Pixel-Arbeitsbereich der neuen Affinity-Plattform im Vergleich mit dem Branchenstandard Photoshop ist.

Die bei Affinity bislang getrennten Anwendungen für Bildbearbeitung, Grafikdesign und Layout wurden mit dem Relaunch zu einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt, innerhalb derer sich zwischen verschiedenen Arbeitsmodi für Pixel-, Vektor- und Layout-Aufgaben wechseln lässt. Während die Basisversion kostenfrei verfügbar ist, werden zusätzlich cloudbasierte KI-Funktionen über optionale Canva-Abonnements freigeschaltet. Im Folgenden bezieht sich der Begriff Affinity auf den Pixel-Modus der Affinity-Suite.

Beide Programme verfolgen in vielen Bereichen ähnliche Konzepte, sodass ein Wechsel zwischen ihnen grundsätzlich möglich erscheint. Gleichzeitig hat Adobe Photoshop in den vergangenen Jahren stark in KI-gestützte Funktionen investiert und die Integration in das Creative-Cloud-Ökosystem mit Premiere, InDesign & Co weiter ausgebaut. Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick darauf, wo Gemeinsamkeiten liegen, welche Unterschiede sich im Detail zeigen – und für welche Zielgruppen Affinity heute eine realistische Alternative darstellt.

Oberfläche und Bedienkonzept

Beide Programme bieten ein klassisches Layout: Links befindet sich eine vertikale Werkzeugleiste, rechts Paletten für Ebenen, Anpassungen, Kanäle und weitere Einstellungen. Das erleichtert den Umstieg, da sich typische Arbeitsschritte – etwa Auswahl, Retusche oder Ebenenbearbeitung – an vertrauten Stellen wiederfinden.

Zudem werden viele bekannte Photoshop-Tastenkombinationen in Affinity unterstützt, sodass Kurzbefehle für Pinsel, Auswahlwerkzeuge oder Zoom nahezu identisch funktionieren. Auch die Struktur von Menüs, Filtern und Effekten orientiert sich …

 


 

Sie wollen den kompletten Beitrag in der aktuellen Ausgabe lesen? Hier können Sie die digit! 1-2026 kaufen!