In der bildgenerierenden KI aktiv
Alice Rauch-Wendlinger und Florian Rauch sprechen über Stockbilder, Promptografie im Allgemeinen und ihren KI-Bildservice im Besonderen.
digit: Können Sie sich bzw. Ihr Unternehmen kurz vorstellen?
Alice Rauch-Wendlinger: Interfoto gibt es bereits seit 1953. Unser Vater, ein gelernter Pressefotograf, hat die Agentur ursprünglich gegründet, um seine Fotos an die Medien zu verkaufen, und diese dann durch Zukäufe sukzessive erweitert. Ich bin 1983 und mein Bruder ist 1994 in die Agentur eingestiegen. Da umfasste das Archiv rund acht Millionen Analogbilder. Ich leite den Vertrieb, mein Bruder leitet den kreativen Bereich.
Wofür steht Interfoto – inhaltlich?
ARW: Unsere Spezialgebiete sind Bilder von historischen Ereignissen sowie von Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Geschichte. Im klassischen Agenturbereich stammen unsere Kunden überwiegend aus dem redaktionellen Bereich, unter anderem Die Zeit, die FAZ sowie Buch-, Schulbuch- und Kalenderverlage. Und nun ist die KI-Bildgenerierung hinzugekommen.
Wie viele KI-Bilder haben Sie in Ihrem Stockbestand?
ARW: Kein einziges.
Das müssen Sie erklären.
ARW: Das klassische Bildagenturgeschäft stagniert seit Jahren und ist zumindest für mittelgroße Player wie uns kaum noch rentabel. Der Niedergang begann schon in den 1990er-Jahren mit der Einführung von „Royalty-Free“, gefolgt von der Möglichkeit, über das Internet weltweit einzukaufen und den damit einhergehenden Preisverfall. Ökonomisch macht es für uns keinen Sinn, KI-Bilder über die Stockbildschiene zu verkaufen. Zumal wir für echten, gut verschlagworteten historischen Content bekannt sind.
Florian Rauch: Außerdem springen ja derzeit alle auf den KI-Zug auf, …
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