Fotofestival rückt die Analogfotografie ins Zentrum
Mit dem ANALOGUE Photo.Festival wird Bruneck in Südtirol im Juni 2026 zum Bilderkabinett der Analogfotografie.
Zum 200. Geburtstag der Fotografie entshet dort ein biennales Festival, das sich ganz der analogen Fotografie widmet – in der Stadt selbst und an neun weiteren Schauplätzen in ganz Südtirol. JOBO ist mit einem Großformatworkshop dabei – und einem Workshop mit selbstgebauter Lochkamera in Kooperation mit Silbersalz.
Das zweiwöchige Festival versammelt erstmals 15 lokale und internationale Künstler, die die analoge Fotografie ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Ausstellungen, Workshops, Photowalks und andere Site-Events verbinden sich zu einem vielschichtigen Programm, das die künstlerische Praxis und – ganz analog – die Begegnung zwischen Bildern, Fotografen und Betrachtern ins Zentrum stellt.
„Beyond the Instant“
„Beyond the Instant“ – so das Motto des Festivals, begreift ein Bild, insbesondere eine Fotografie, nicht als eingefrorenen Moment, sondern als einen Prozess. Ein analoges Foto benötigt Zeit zur Entstehung und hat ein Vorher und ein Nachher. Das Bild zeigt sich erst später – entwickelt, sichtbar gemacht, durchlaufen von einem Entwicklungsverfahren, das Teil seiner Bedeutung wird.
In einer Zeit, in der Bilder jederzeit und ohne Hürden digital produziert, verfälscht, geteilt und vergessen werden, setzt das Festival damit bewusst eine Gegenbewegung. Es lädt dazu ein, innezuhalten und genau hinzusehen.
Dass die erste Ausgabe in Bruneck stattfindet, ist kein Zufall. Die Initiatoren des Festivals – Caroline Renzler und Fabian Haspinger vom Fotoatelier Silbersalz in Welsberg – prägen seit Jahren die Bilderwelt der Region. Gemeinsam mit Lisa Leoni vom Eck Museum in Bruneck sowie Thina Adams vom LUMEN – Museum für Bergfotografie bündeln sie ihre Expertise und Netzwerke zu einem starken Bekenntnis für die analoge Fotografie.
Das Festival versteht sich somit als Impulsgeber für das Pustertal und aus dem Pustertal hinaus. Es will lokale Kunstproduktion stärken, Akteure vernetzen und ihren Werken Sichtbarkeit verschaffen.
In einer Landschaft, die von Bildern geprägt und selbst zum Abbild geworden ist, setzt dieses Festival einen kulturellen Meilenstein in der norditalienischen Region.
JOBO bietet einen Großformatworkshop vom 8. bis 12. Juni. Für Kurzentschlossene sind noch wenige Plätze frei.
Chambres #1–7
Die Chambres sind die dezentralen Ausstellungs- und Veranstaltungsorte des Festivals – inspiriert von der fotografischen Dunkelkammer, der chambre noire. Sie erstrecken sich von der Basis Vinschgau über Bozen, Franzensfeste bis ins Gadertal.
Durch die vielen Schauplätze des Festivals soll das Publikum durch unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten mit der analogen Fotografie in Berührung kommen – über Galerien, Off-Spaces und auch über den öffentlichen Raum.
Site-Events
Neben den Ausstellungen bietet das ANALOGUE Photo. Festival ein umfangreiches Rahmenprogramm. Künstlergespräche, Workshops und Photowalks öffnen experimentelle und praktische Zugänge zur analogen Fotografie – vom ersten bewussten Klick bis zur Bildentwicklung im Labor. Zum Abschluss des Festivals werden am 14. Juli mit Lumen by Night und einem Closing Clubbing die 200 Jahre Fotografie und die erste Ausgabe der Biennale gefeiert.