Zwei deutsche Gewinner in der Profi-Kategorie

Die World Photography Organisation und Sony haben die Gewinner des Sony World Photography Awards 2020 bekannt gegeben.

Foto von Robin Hinsch

Gekürt wurden alle Gewinner im Professionellen, im Offenen, im Studenten- und im Jugendwettbewerb. Mit ihren Bilderserien gehören die Deutschen Ronny Behnert und Robin Hinsch zu den Siegern im Professionellen Wettbewerb. Der Titel „Photographer of the Year“ geht an Pablo Albarenga (Uruguay) für seine Serie „Seeds of Resistance“. Sie verbindet Bilder von Landschaften und Regionen, die durch den Bergbau und die Agrarindustrie gefährdet sind, mit Porträts der Aktivisten, die für deren Erhaltung kämpfen. Albarenga erhält außerdem ein Preisgeld in Höhe von 25.000 US-Dollar.

Zugleich präsentierte die WPO die Sieger in den zehn Kategorien des Professionellen Wettbewerbs, die Zweit- und Drittplatzierten sowie die Gesamtsieger im Offenen, Studenten- und Jugendwettbewerb.

Sieger im Professionellen Wettbewerb

Die Sieger im Professionellen Wettbewerb wurden von einer Fachjury ausgewählt, weil sie herausragende Serien aus fünf bis zehn Bildern eingereicht hatten. Das inhaltliche Spektrum reichte von persönlichen Themen und Beobachtungen über schlagzeilenträchtige Ereignisse bis zu wenig beachteten, aber wichtigen Anliegen. Behnert konnte die Jury mit seiner Bilderserie „Torii“ in der Kategorie „Landschaft“ überzeugen. Hinsch errang mit seiner Serie „Wahala“ in der Kategorie „Umwelt“ den ersten Platz. Diese Arbeit thematisiert und analysiert in assoziativen, atmosphärischen Bildern unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

• Die Gewinner aller Kategorien im Professionellen Wettbewerb sind:
Architektur: Sandra Herber (Kanada) für ihre Serie „Ice Fishing Huts, Lake Winnipeg“
• Kreativ: Pablo Albarenga (Uruguay) für seine Serie „Seeds of Resistance“
• Entdeckung: Maria Kokunova (Russische Föderation) für ihre Serie „The Cave“
• Dokumentation: Chung Ming Ko (SAR Hongkong) für seine Serie „Wounds of Hong Kong“
• Umwelt: Robin Hinsch (Deutschland) für seine Serie „Wahala“
• Landschaft: Ronny Behnert (Deutschland) für seine Serie „Torii“
• Natur und wilde Tiere: Brent Stirton (Südafrika) für seine Serie „Pangolins in Crisis“
• Porträt: Cesar Dezfuli (Spanien) für seine Serie „Passengers“
• Sport: Ángel López Soto (Spanien) für seine Serie „Senegalese Wrestlers“
• Stillleben: Alessandro Gandolfi (Italien) für seine Serie „Immortality, Inc.“

„Open Photographer of the Year”

Der Offene Wettbewerb zelebriert die Macht starker Einzelbilder. Die prämierten Fotos zeichnen sich durch eine bemerkenswerte visuelle Erzählweise aus, die mit technischer Exzellenz einhergeht. Unter den zehn Kategoriegewinnern im Offenen Wettbewerb wurde Tom Oldham (UK) zum Gesamtsieger ausgewählt. Für sein Bild „Black Francis“ erhält er den Titel „Open Photographer of the Year 2020“, der mit 5.000 US-Dollar dotiert ist.

„Student Photographer of the Year”

Die griechische Studentin Ioanna Sakellaraki wurde für ihre Serie „Aeiforia“ zum „Student Photographer of the Year 2020“ gekürt. Die Serie ist Sakellarakis Interpretation des Themas „Sustainability Now“, mit dem die Studenten aufgefordert wurden, eine Bildserie zur ökologischen Nachhaltigkeit zu schaffen.

„Youth Photographer of the Year“

Hsien-Pang Hsieh (Region Taiwan, 19 Jahre) wurde aus sieben Kategoriesiegern zum „Youth Photographer of the Year 2020“ gewählt. Er erhielt die Auszeichnung für sein Bild Hurry. Dieses zeigt einen Straßenkünstler, der eilig unterwegs zu sein scheint, in Wirklichkeit aber reglos verharrt. Inspiriert von seinen Erfahrungen als neu angekommener Student in Deutschland, wollte Hsien-Pang die Schnelllebigkeit kommentieren und andere dazu anregen, das Tempo gelegentlich zu drosseln.

„Outstanding Contribution to Photography”

Der diesjährige „Outstanding Contribution to Photography Award“ ging an den Buchdrucker und Verleger Gerhard Steidl. Damit wurde diese Auszeichnung erstmals in der Geschichte der Awards an einen Preisträger vergeben, der kein Fotograf ist. Der 1968 gegründete Steidl Verlag startete 1996 ein eigenes Fotobuchprogramm, und baute es innerhalb weniger Jahre zu dem aus, was es heute ist: das weltweit größte Programm von Büchern zu zeitgenössischer Fotografie.

Präsentation der Fotos online

Die Fotos der Gewinner werden über die Onlinekanäle und -plattformen der World Photography Organisation veröffentlicht, begleitet von speziellen Inhalten wie Videos, Präsentationen und Q&As. Eine digitale Präsentation der Projekte und Bilder der diesjährigen Sieger und Finalisten ist auf der Seite On Screen verfügbar.

Zudem hat die World Photography Organisation die Seite Stay Connected gestartet. Dort findet sich ein breites Spektrum von Online-Initiativen, Aktivitäten und Ressourcen, die das Publikum und die diesjährig ausgezeichneten Fotografen unterstützen und inspirieren sollen.

 

TIPA 2020