Wichtige Verbesserungen

Im Gegensatz zu anderen Bereichen der digitalen Welt tickt der Markt für Fine-Art-Printing langsamer. Was auch daran liegt, dass hochwertige Bilder per se nicht als Schnelldreher konzipiert sind. Wir zeigen, mit welchen Materialien und Maschinen Hersteller und Anbieter jetzt und in Zukunft die Arbeit der Fine-Art-Fotografen unterstützen.

SureColor SC-P7500 und SureColor SC-P9500.

Trends oder Richtungswechsel?

Wenige technische Geräte werden so selten neu konzipiert und technisch grundlegend erneuert wie Großformatdrucker. Fast jede als Innovation ausgelobte Änderung ist „nur“ eine Weiterentwicklung des Bestehenden: Hier wird der Farbraum ein wenig erweitert, dort die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder der Bedienungskomfort erhöht.

Für professionelle Anwender sind aber genau diese kleinen Verbesserungen enorm wichtig. Sie optimieren den Workflow vom Bild zum Druck, generieren einenzusätzlichen Nutzen oder höhere Margen. „Die wichtigsten Eigenschaften für die Kunden sind die Zuverlässigkeit der Maschinen, eine hohe Druckqualität der gewünschten Farben und eine hohe große Druckgeschwindigkeit. Die Anforderungen an jeden dieser Aspekte werden weiter steigen“, formuliert Frank Schenk, Leiter Professional Graphics und Industrial Printing bei Epson. So etwas wie einen Trend kann man aber nur insofern erkennen, als die beiden großen Druckhersteller Canon und Epson nun beide auf insgesamt zwölf Tinten für die Ausgabe setzen.

Bei den Papierherstellern sind die Novitäten 2019 ebenfalls rar gesät, aber es gibt sie: Hahnemühle beispielsweise setzt auf Neuheiten und baut mit der Natural Line das Sortiment an Papieren aus ressourcenschonenden Rohstoffen aus. Prinzipiell sind Rohstoffe, aus denen Papier hergestellt wird, nachwachsend. Allerdings benötigt Baumwolle zum Beispiel beim Anbau sehr viel Wasser, Pestizide und Dünger und laugt den Boden aus. Deshalb wählt Hahnemühle bei der Natural Line Rohstoffe, die wenig Wasser verbrauchen, schnell nachwachsen und die Böden schonen: Bambus, Hanf und Agave. Diese Pflanzen regenerieren sogar den Boden, auf dem sie wachsen. Weitere Rohstoffe werden geprüft.„Nicht nur die Rohstoffe gehören zu unserer langjährigen Nachhaltigkeitsstrategie“, betont Andrea Sippel, Produktmanagerin Fine Art bei Hahnemühle und Entwicklerin der Natural Line. „Neben dem Wasser aus eigener Quelle verzichten wir auf Titanoxid und verwenden wenige, ausgewählte Hilfsstoffe für unsere hochreinen Papiere. Wir arbeiten ausschließlich mit erneuerbarer Energie und suchen ständig nach alternativen, kunststofffreien Verpackungen. Zudem fließen Teile des Erlöses aus der Natural Line in Umweltprojekte.“

Auch Ilford/Tecco setzt mit seinen Washi-Papieren auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Frage nach den Trends beantwortet Uwe Janke, Vertriebsleiter bei Tecco: „Es sind immer noch die matten Papiere, die …


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