Radikal reduziert

Die Sigma BF ist eine Kamera, mit der Fotografen einen bewusst gewählten Blick auf die Welt werfen können.

Sigma BF

Die SIGMA BF ist hinsichtlich ihres Designs die wohl radikalste spiegellose Systemkamera. Ein Gehäuse, das buchstäblich Ecken und Kanten hat, wunderschön anzuschauen – aber auch praktisch

Anders als die Systemkameras anderer Hersteller legt es die BF nicht darauf an, einer möglichst breiten Zielgruppe alles recht zu machen. Sie zielt nicht darauf ab, Feature-Nerds zufriedenzustellen und für jede erdenkliche Situation einen Knopf oder einen Menüpunkt zur Verfügung zu stellen.

Ihr Design mag gefallen oder nicht – auf jeden Fall fordert die BF dazu auf, sich mit ihr zu beschäftigen. Und das auch ohne zu fotografieren: Das aus dem Vollen gefräste Gehäuse. Die Punzierung auf der Vorderseite, deren Haptik an die Schaftgravierung edler englischer Flinten erinnert. Ein klares Design zwischen den schlicht-funktionalen Braun-Design-Ikonen eines Dieter Rams und der elegant schimmernden Oberfläche eines Apple MacBooks aus der Ära von Jonathan Ive.

Designed und made by SIGMA – gefertigt im japanischen Aizu, wo das Unternehmen seit Jahrzehnten Kameras und Objektive in eigener Produktion herstellt. Auf dem Gehäuse stehen nur zwei Worte: oben BF und auf der Rückseite SIGMA.

Entdeckung statt Irritation

Die erste Begegnung erfordert einen Moment der Orientierung: Wer von klassischen Systemkameras kommt, sucht vergeblich nach Aufnahmeprogrammen und Beschriftungen. Die BF folgt einer anderen Logik. Auf der Oberseite sitzt der große runde Auslöser. Auf der Rückseite befinden sich ein Multifunktionsrad mit zentraler Taste, ein elliptischer Menü-Button, der Wiedergabeknopf und die Taste zum Ein- und Ausschalten. Das war‘s.

Der Irritation folgt die Phase des Entdeckens. Für die BF braucht man kein Handbuch. Ihre Bedienung erschließt sich spielerisch beim Fotografieren. Die Kamera möchte nicht erklären, sie möchte …

 


 

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