Leica hat die spiegellose Leica SL2 vorgestellt

Die Leica Camera AG hat heute mit der neuen Leica SL2 die Nachfolgerin der spiegellosen Vollformatkamera Leica SL angekündigt.

Leica SL2

Unter Berücksichtigung des Feedbacks von SL-Fotografen hat das Unternehmen mit der Leica SL2 die Grenzen technologischer Innovation und Leistung ausgeweitet und gleichzeitig seine hohen Designansprüche bewahrt. Die Leica SL2 repräsentiert pure Leistung und exrem hohe Verarbeitungsqualität. Sie wartet mit verbesserter Ergonomie und einem komfortableren Griff in Verbindung mit dem bewährten, vereinfachten Drei-Tasten-Bedienkonzept auf. Dieses vereinheitlicht die Leica Designsprache über mehrere Produktlinien hinweg weiter. Modernste neue Funktionen wie die Bildstabilisierung im Kameragehäuse erschließen das Potenzial der legendären Leica M-Objektive neu und unterstreichen die Leistungsfähigkeit der wachsenden Auswahl an SL-Objektiven.

Mit ihrer unvergleichlichen soliden Metallkonstruktion und einer eleganten Belederung ist die Leica SL2 eine Kamera, die widrigen Umständen trotzt. Sie verspricht, jahrelang Freude am Fotografieren zu bereiten und bietet dank konsequenter Firmware-Updates Zukunftssicherheit.

Optimiertes Design

Die Leica SL2 wartet mit einer innovativen Benutzeroberfläche auf. Deren effizientes Design ermöglicht es dem Fotografen, seine Aufmerksamkeit auf den kreativen Prozess zu kozentrieren. Die Designanpassung an das M- und das Q-System vereinfacht die Handhabung für erfahrene Leica Fotografen. Das Display auf der Rückseite zeigt die wichtigsten Aufnahmeparameter, die sich dort auch mit einem einfachen Fingertipp einstellen lassen. Ein Klickrad, ein Joystick und drei individuell konfigurierbare Tasten unterstützen das einfache Bedienkonzept. Dank zweier spezieller Statusmenüs für Fotografien und Videos können die Parameter für beide Aufnahmemodi unabhängig voneinander eingestellt werden.

Verbesserte Ergonomie

Trotz erheblicher technischer Verbesserungen wie der Bildstabilisierung im Body ist die Leica SL2 nicht größer als ihre Vorgängerin. Grundlage dafür ist das neu gestaltete Kameragehäuse. Dessen Handgriff und Kanten hat Leica für eine einfachere Handhabung dezent verfeinert. Die IP54-Zertifizierung der Leica  SL2 gewährleistet einen erhöhten Schutz gegen Nässe und Staub, während eine neue Option zum Ausschalten der Rauschunterdrückung bessere Langzeitbelichtungen ermöglicht.

CMOS-Sensor mit 47 Megapixeln

Die Auflösung des CMOS-Bildsensors der SL2 im Kleinbild-Vollformat führt zu hoher Detailwiedergabe und Bildqualität. Ein enormer Dynamikbereich, eine Farbtiefe von 14 Bit pro RGB-Kanal und eine Empfindlichkeit von bis zu ISO 50.000 ermöglichen eine hervorragende Bildqualität bei allen Lichtverhältnissen.

Neuer Leica Object Detection Autofocus

Der neue Leica Objekterkennungs-AF sorgt für einen schnellen und zuverlässigen AF-Betrieb. Neben einer Reihe von Modi und Funktionen, inklusive Gesichtserkennung, erkennt das leistungsstarke AF-System der SL2 auch automatisch, ob sich ein Objekt bewegt oder stillsteht und schaltet entsprechend zwischen Bewegungs- und Fokuspriorität um.

Optische Bildstabilisierung

Eine der wichtigsten Weiterentwicklungen der Leica SL2 ist der beweglich aufgehängte Sensor. Er gleicht Verwacklungen der Kamera schnell und effizient aus. Darüber hinaus kann die Leica SL2 auf dem Stativ im Multishot-Modus bis zu acht auf einander folgende Bilder aufnehmen. Dabei wird der Sensor zwischen jeder Aufnahme in Schritten von einem halben Pixel verschoben. Mit dieser Funktion entstehen Aufnahmen mit vervierfachter Auflösung von rund 187 Megapixeln, die eine extreme Steigerung der Detailauflösung mit sich bringt.

Leica EyeRes Sucher mit  höherer Auflösung

Der elektronische Sucher der Kamera bietet eine Auflösung von 5,76 Megapixeln. Er ermöglicht ein großes, natürlich aussehendes Sucherbild. Gleichzeitig wird das Erlebnis bei der Nutzung des Touchscreens weiter verbessert. Diesen hat Leica auf eine Diagonale von 3,2 Zoll vergrößert. Er bietet eine deutlich höhere Auflösung von 2,1 Megapixeln.

Maestro-III-Prozessor

Der neue Maestro-III-Prozessor sorgt für einen schnelleren Autofokus. Er wird ergänzt durch den neuen Smart AF-Modus, der autonom zwischen Fokus- und Auslösepriorität wechselt. Bildserien in voller Auflösung sind mit zehn Bildern pro Sekunde mit dem Schlitzverschluss und 20 Bildern pro Sekunde mit dem elektronischen Verschluss möglich. Dank zweier UHS-II-kompatibler SD-Kartensteckplätze können Rohdateien gleichzeitig im DNG- und JPEG-Format auf separaten Karten gespeichert werden.

Werkzeug für Filmschaffende

Zusätzlich zu ihrem Leistungsportfolio bei Fotoaufnahmen spricht die Leica SL2 auch die Sprache der Filmschaffenden: Die Kamera kann im Cine 4K-Modus bis zu 60 Bilder pro Sekunde und im Full-HD-Modus bis zu 180 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Die Aktivierung des Cine-Modus verwandelt die SL2 in eine manuell gesteuerte Filmkamera: Aus ISO werden ASA, die Belichtungszeit wird in Grad der Umlaufblende angegeben und die Blendenstufen, die das Öffnungsverhältnis anzeigen, werden durch T-Stops ersetzt. Diese geben die tatsächliche Lichtmenge an, die durch das Objektiv auf den Sensor fällt. Die Kamera ist mit eingebauten Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen ausgestattet. Der Anschluss von Audiogeräten an die Leica SL2 erfordert deshalb keine Adapter mehr. Über einen vollwertigen HDMI-Anschluss können externe Monitore angeschlossen werden.

Die Leica SL2 wird auch von Leica FOTOS unterstützt, der App für Android und iOS Smartphones.

Die Leica SL2 ist ab dem 21. November zu einer UVP von 5.990 € erhältlich.

Informationen zur neuen Kamera gibt es hier.

 


 

TIPA 2020