It’s the inks, stupid!

Frank Werner hat die neuen Canon-LFPs getestet und sich dabei auf die sicht- und messbaren Verbesserungen der LUCIA-Tinten konzentriert.

Zwei LFP von Canon

Der Praxistest ist keine wissenschaftliche Analyse, sondern spiegelt die Praxiserfahrung von Frank Werner wider, der seit 2003 Fine-Art-Drucker nutzt und seit 2019 den Canon imagePROGRAF PRO-4100 besitzt, den Vorgänger des iPF PRO-4600.

Canon hat die neuen Large-Format-Printer der imagePROGRAF PRO-Serie für Fotografen, Studios und Druckdienstleister vorgestellt, die höchste Qualität bei Fine-Art-Prints versprechen. Die neuen Spitzenmodelle Canon imagePROGRAF PRO-2600, PRO-4600 und PRO-6600 ersetzen nach fünf Jahren ihre Vorgänger PRO-2100 bis PRO-6100.

Die Canon-imagePROGRAF-PRO-Serie bietet drei Varianten, die sich durch ihre Druckbreite unterscheiden: Der iPF PRO-2600 druckt bis zu 24 Inch (61 cm), der iPF PRO-4600 bis zu 44 Inch (111 cm) und der iPF PRO-6600 bis zu 60 Inch (152 cm). Die maximale Druckauflösung beträgt bei allen Modellen 2.400 x 1.200 dpi.

Alle drei Modelle nutzen auch die neueste Generation der LUCIA-Pro-II-Tinten mit 11 Farben plus dem Chroma Optimizer. Dieser füllt bei glänzendem Papier Unebenheiten, die durch unterschiedlichen Tintenauftrag entstehen, und verbessert so den blickwinkelabhängigen Kontrast.

Canon stellte mir für den Praxistest eines der ersten Produktionsmodelle des iPF PRO-4600 zur Verfügung. Zum Zeitpunkt des Tests standen mir noch keine Hersteller-ICC-Profile zur Verfügung. Daher habe ich für meine bevorzugten Papiere von Hahnemühle, Fine Art Baryta, Photo Rag Baryta, Satin, Metallic und Bright White, William Turner und Canvas Artist eigene Profile erstellt. Dabei kam das Mesgerät X-Rite i1 Photo Pro 3 zum Einsatz, was quasi der Industriestandard ist. Natürlich verfüge ich nicht über die Expertise im Erstellen kommerzieller ICC-Profile, wie sie etwa ein Hersteller wie Hahnemühle hat. Die auf den selbst erstellten Profilen getroffenen Einschätzungen sind also als praktische Erfahrungen zu betrachten.

Die Tinten machen den Unterschied: LUCIA Pro II

Die neuen Tinten stellen die bedeutendste Neuerung der neuen Gerätegeneration dar. Die Canon-Ingenieure wollten die Tinten in vier Bereichen verbessern:

• höhere Dichte für dunkleres Schwarz
• unempfindlicher gegen Beschädigungen
• wesentlich längere UV-Beständigkeit
• nochmals erweiterter Farbraum bei glänzendem und mattem Papier

Um diese Ziele zu erreichen, entwickelten die Ingenieure eine neue Rezeptur, die den Vollpigmenttinten diese verbesserten Eigenschaften verleihen soll. Der Artikel konzentriert sich hauptsächlich auf diese Aspekte, da die Drucker selbst bis auf einige Detailverbesserungen gleich geblieben sind. Der Fokus liegt dabei auf glänzenden Fine-Art-Papieren, da hier die neue Photo-Black-Tinte zum Einsatz kommt. Das Matte Black wurde bereits bei der Markteinführung der 11-Farben GP-Serie in 2021 optimiert. Aber auch matte Papiere …

 


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