Das visuelle Zukunftslabor

„Ein Schnappschuss der Zukunft“ wollte das photokina IMAGING LAB in Halle 5.1 sein. Wir waren vor Ort und stellen eine Auswahl der innovativen Projekte und Produkte vor.

K|Lens:

Lichtfeld-Spezialobjektiv, das mit allen gängigen Digitalkameras kompatibel ist.

Worum gehts? K|Lens ist ein Start-up im Bereich der computerbasierten Fotografie, das mit seinem gleichnamigen Produkt ein Lichtfeld-Spezialobjektiv entwickelt, welches mit allen gängigen Digitalkameras kompatibel ist. Hardwareseitig basiert die Technologie auf einer Vervielfältigung von Bildperspektiven innerhalb eines kaleidoskopartigen Spiegeltunnels, die zeitgleich auf einem Kamerasensor aufgenommen werden. Aufbauend darauf errechnet die zugehörige, als Photoshop-Plug-in arbeitende Software ein Lichtfeld-Bild, das Tiefeninformationen erfasst, wodurch sich mehrere praktische, technische und ästhetische Vorteile für Foto- und Videografen ergeben. Wichtigste Punkte: Die Veränderung der Perspektive sowie die zielgenaue Kontrolle der Schärfe nach der Aufnahme, die fotorealistische Simulation von Objektiv-Bokehs und die Selektion bestimm­ter Bildinhalte entlang der erfassten Tiefeninformation. Darüber hinaus ist das Erstellen von 3D-Aufnahmen für VR- und AR-Medien denkbar, ebenso wie hochqualitative „Live Pictures“, die den Fokus- und Perspektiv-Wechsel während der Betrachtung am Tablet gestatten.

Für wen ist es interessant? Für alle Fotografen, für die eine punktgenaue Kontrolle von Schärfe und Unschärfe in fotorealistischer Form auch im Nach­hinein von Vorteil ist. „Typische Anwendungsfelder sind die Hochzeits-, Sport- oder Eventfotografie, also Genres, die von einmaligen, unwiederbringlichen Momenten leben, in denen Fotografen bislang im Zweifel eine größere Schärfentiefe wählen, als sie gestalterisch möchten, um sicher zu gehen, das entscheidende Bild im Kasten zu haben“, sagt Matthi-
as Schmitz, der Mitgründer und Geschäftsführer. „Mit unserem Objektiv braucht es im Prinzip keinen Autofokus, denn der Fotograf kann den Schärfepunkt hinterher in Ruhe am Rechner setzen. Dank der physisch erfassten Tiefeninformationen ist eine fotorealistische Simulation einer Blende von 0,9 problemlos möglich. Produktfotografen profitieren, indem sie die Tiefeninformation für weitgehend automatisierte ‚Freisteller‘ nutzen können, und Videografen kommen künftig ohne Greenscreen aus.“


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