„CGI gehört zu einer zukunftssicheren Ausbildung dazu“

Henning Arndt, Projektleiter Meistervorbereitungslehrgang und überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen beim Photo+Medienforum Kiel e. V., zur Bedeutung computergenerierter Bilder innerhalb der Fotografenausbildung. Von Peter Schuffelen

Herr Arndt, welchen Stellenwert hat das Thema CGI im Ausbildungsplan des Photo+Medienforum Kiel?

Henning Arndt: Wir sind bereits vor acht Jahren, also relativ frühzeitig, eingestiegen in das Thema und sehen es auch weiterhin als wichtigen Bestandteil einer zukunftssicheren Ausbildung. Ich bin überzeugt: Fotografen müssen sich mit Computer Generated Imagery, kurz CGI, zumindest im Ansatz auskennen. Der deutsche Name, den wir vorzugsweise nutzen, macht diese Nähe zur klassischen Fotografie deutlich. Lieber als von CGI sprechen wir von virtueller Fotografie.

Wie sehen die Maßnahmen am Photo+Medienforum Kiel konkret aus?

HA: Wir bieten einen einwöchigen Vollzeitlehrgang an, in dem wir die Grundlagen der virtuellen Fotografie vermitteln. Geleitet wird der Kurs von Matthias Demand, der sich seit 2006 intensiv mit dem Thema CGI auseinandersetzt. Dabei geht es darum, die Relevanz von CGI zu veranschaulichen, aufzuzeigen, in welchen Auftragssituationen diese Technologie sinnvoll zum Einsatz kommt, und die verschiedenen Werkzeuge einer 3D-Software zum Erstellen, Texturieren, Beleuchten und schließlich „Fotografieren“ von

3D-Objekten und abschließenden Rendern von 3D-Szenerien in Grundzügen zu vermitteln. Die Auszubildenden sind also anschließend in der Lage, einfache 3D-Aufgaben mit Programmen wie Maxon Cinema 4D und Maxwell Render durchzuführen und sich selbstständig fortzubilden.

Nehmen alle Azubis an diesem Lehrgang teil?

HA: Nein, im Rahmen der überbetrieblichen dualen Ausbildung ist der Lehrgang leider noch nicht obligatorisch. Bislang hat erst eine von zehn Handwerkskammern in Norddeutschland den Kurs verpflichtend auf den Lehrplan gesetzt. Anders gesagt: Ein Viertel der Auszubildenden nimmt teil. Fester …


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