5. Hamburg Portfolio Review 2025

Die diesjährige Ausstellung der Hamburg Portfolio Review (HPR) vereint wieder internationale fotografische Arbeiten.

Foto von Jasper Hill mit dem Titel Land of the White Mountains

Diese setzen sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Folgen des Klimawandels, dem Verlust der Biodiversität, den sozialen Herausforderungen ökologischer Transformation und der fragilen Symbiose zwischen Mensch und Natur auseinandersetzen. Die Werke eröffnen einen Dialog zwischen globalen Perspektiven und lokalen Realitäten – sie erzählen von ökologischen Krisen, menschlichem Widerstand und visionären Ideen für die Zukunft.

1.438 Einreichungen

Aus 1.438 Einreichungen aus 98 Ländern für die HPR 2025 wurden 16 Fotografen ausgewählt, die ein breites Spektrum visueller Strategien präsentieren: von langfristigen Dokumentarprojekten und investigativer Reportage bis zu poetischen und konzeptuellen Ansätzen. Die Ausstellung thematisiert unter anderem den massiven Eingriff des „Tren Maya“ in den mexikanischen Regenwald (Axel Javier Sulzbacher), die vom Salzabbau bedrohte Küstenstadt Maceió in Brasilien (Maíra Erlich) und den radikalen sozioökologischen Wandel in Laos (Nicholas Bosoni). Sie berichtet von informellen „Waste Miners“ als unverzichtbaren Akteuren der Kreislaufwirtschaft (Francis Ogunyemi), von der Bedrohung des afrikanischen Kivusees durch Dürre, vulkanische Gase und politische Konflikte (Paloma Laudet) sowie von den gravierenden Folgen des Nickelabbaus in Indonesien (Mas Agung Wilis Yudha Baskoro).

Weitere Arbeiten widmen sich den Folgen des Klimawandels im Iran und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen 
(Mahdi Barchian), dem nachhaltigen Umgang mit dem Ozean durch die Mwani-Frauen Sansibars (Lee-Ann Olwage), der Rekultivierung ehemaliger Braunkohletagebaulandschaften in Deutschland (Thomas Victor) sowie der ethischen Dimension industrieller Nutztierhaltung (Telke Jungjohann). „Where Dust and Water Dream Together“ (Skander Khalif) betrachtet Tunesien als Mikrokosmos der Klimarealität. Projekte wie „Saving the Harbor Porpoise“ (Lana Tannir) machen konkrete Artenschutzbemühungen sichtbar, während „Save the Sea“ (Marina Sycheva) von zivilgesellschaftlichem Engagement nach einer Ölkatastrophe erzählt. „Ubiquitous Anomaly“ (Fabio Cian) erforscht die globale Klimawissenschaft, „Natural Alchemy with a Cocktail of Love“ (Jaakko Kahilaniemi) verbindet Naturbeobachtung mit philosophischer Reflexion, und „Land of the White Mountains“ (Jasper Hill) dokumentiert die bleibenden Narben des Kalibergbaus für die Düngemittelproduktion

CLIMATE REALITIES

CLIMATE REALITIES – STORIES FROM A CHANGING WORLD behandelt ein Thema, das alles andere als „irgendwann“ ist – und dennoch auf der internationalen politischen Bühne viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Während Entscheidungsträger Maßnahmen hinauszögern und verwässern, zeigen diese Bilder, was längst Realität ist: zerstörte Ökosysteme, veränderte Lebensgrundlagen, bedrohte Arten und Menschen, die widerstehen, sich anpassen und überleben.

Die Ausstellung in der FREELENS Galerie vom 25. September bis zum 30. Oktober 2025 bietet die Möglichkeit, zu verstehen, wie Fotografie die drängendsten Fragen und Herausforderungen unserer Zeit sichtbar machen kann.

Hamburg Portfolio Review

Die Hamburg Portfolio Review findet 2025 zum fünften Mal statt. Der jährlich ausgeschriebene Open Call verfolgt das Ziel, internationalen und aufstrebenden Fotografen sowie zeitgenössischen Geschichtenerzählern – unabhängig von Herkunft, Ethnie, Geschlecht, Alter oder finanziellen Möglichkeiten – Sichtbarkeit und Vernetzungsmöglichkeiten zu geben, die im Idealfall zu Aufträgen, Ausstellungen oder Publikationen führen. Die HPR bringt aufstrebende Talente mit Experten der globalen Fotoszene zusammen, um einander zu begegnen, sich zu unterstützen und Wissen und Ideen auszutauschen.

Die 100 ausgewählten Teilnehmer der HPR 2025 nehmen an virtuellen Portfolio Reviews mit vier von mehr als 50 internationalen Fotoexperten teil – darunter Vertreter führender Medien, Museen, Festivals, Galerien, Universitäten und Kulturinstitutionen, wie The New York Times, The Washington Post, The Guardian, das Istanbul Museum of Modern Art, Newsweek Japan, CNN, Le Monde, Getty Images, Magnum Photos, de Volkskrant, das Wall Street Journal und viele weitere renommierte Verlage und Agenturen.

Weitere Informationen gibt es hier.