13. Wiesbadener Fototage werden eröffnet
Die 13. Wiesbadener Fototage werden am kommenden Samstag um 19 Uhr im Künstlerverein Walkmühle eröffnet.

Auch das zweite Festival unter der Leitung von Jürgen Strasser gräbt thematisch tief, verortet sich am Puls der Zeit und widmet sich den drängenden Fragen unserer Gegenwart: »Zukunft? Welche Zukunft?!«, so lautet in diesem Jahr das Thema des Fotofestivals. Auf den Open Call haben sich Künstler aus dem In- und Ausland beworben. Viele Facetten des Mediums Fotografie hat die Jury für die Hauptausstellungen ausgewählt, in denen wichtige Fragen unserer Zeit diskutiert werden. Fragen einer Welt, in der auch Kunst, Kultur, Fotografie und Künstliche Intelligenz im Zentrum eines komplexen Wandels stehen.
„Die Wiesbadener Fototage“, so Festivalleiter Jürgen Strasser, „sind ein Raum für individuelle, kontroverse und spannungsreiche fotografische Konzepte, ein Labor der Zukunft.“ Bei der offiziellen Eröffnung sprechen Dr. Hendrik Schmehl – Kulturdezernent der Landeshauptstadt Wiesbaden, Dr. Susanne Völker – Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, und Jürgen Strasser – Künstlerischer Leiter der Wiesbadener Fototage. Im Anschluss wird der Gewinner des „Preis der Jury“ bekannt gegeben. Die Laudatio hält Prof. Andrea Diefenbach, Hochschule für Künste Bremen. Den Preis überreichen wird Preisstifter Daniel Oschatz, Geschäftsleitung Oschatz
Visuelle Medien.
Artists Day
Der Artists Day am Sonntag, 24.8, 10 – 17 Uhr lädt das Publikum dazu ein, mit der künstlerischen Leitung sowie den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Über den Tag verteilt führen die Fotografen in den jeweiligen Ausstellungsorten gemeinsam mit dem kuratorischen Team in die gezeigten Werke ein und freuen sich über den Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern.
10.00 Uhr Kunstverein Bellevue -Saal
11.00 Uhr sam – Stadtmuseum am Markt
12.00 Uhr Aktives Museum Spiegelgasse
13.00 Uhr Galerie Rubrecht Contemporary
14.00 Uhr Kunsthaus Wiesbaden
15.00 Uhr frauen museum wiesbaden
16.00 Uhr Künstlerverein Walkmühle
Die Ausstellungen
Bis zum 7. September sind 38 Video- und Fotoprojekte zu sehen, ausgewählt von einer sechsköpfigen Jury. Die Arbeiten kreisen um die Frage ZUKUNFT? WELCHE ZUKUNFT?!. Zweifel, Fragezeichen, ja, auch Hoffnungslosigkeit, zumindest Orientierungslosigkeit – das ist ein starkes, prominentes Gefühl unserer Zeit. Doch es gibt auch zukunftsoptimistische Festivalbeiträge. Werke, die die Zustände beschreiben und auf positive Veränderung, auf Transformation drängen. „Wie schon vor drei Jahren berühren wir auch mit unserem neuen Thema ganz wichtige Fragen der Gegenwart. Die Festivalbeiträge erzählen davon. In dieser neuen Welt, die von komplexen Herausforderungen
geprägt ist, bieten uns fotografische Bilder die Möglichkeit, die Realität in ihrer Tiefe und Vielschichtigkeit, aber auch in all ihren Unschärfen und Grauzonen sichtbar zu machen. Fotografische Bilder helfen, Missstände offenzulegen. Sie erzählen Geschichten, berühren unser Herz,
fordern uns auf, unsere Perspektiven zu hinterfragen“, so Strasser.
Beteiligte Künstler
Verdiana Albano (Berlin/Frankfurt a. M.), Jürgen Altmann (Stuttgart), Eva Bachmann (London), Katerina Belkina (Werder), Jenny Bewer (Hamburg), Toby Binder (München), Kai Brüninghaus (Hamburg), Eva Bystrianská (Jihlava), falk.brvt (Hamburg), Serghei Duve (Hannover), Sibylle Fendt (Berlin), Daša Geiger (Herne), Arez Ghaderi (Hannover), Gosbert Gottmann (Frankfurt a. M.), Arne Grashoff (Berlin), Ulrike Hannemann (Berlin), Mohammad Rakibul Hasan (Dhaka), Jan Richard Heinicke (Dortmund), Pia Hertel (Köln), Jan Hottmann (Stuttgart), Berit Jäger (Bodenheim), Seunggu Kim (Seoul), Elliott Kreyenberg (Berlin), Tobias Kruse (Berlin), Emilé Krutulyté (Vilnius), Ziyi Le (Hangzhou), Melina Lehmacher (Düsseldorf), Maartje Martisan (Amersfoort), Laura Pannack (London), Ele Runge (Hamburg), Sofia Samoylova (Frankfurt a. M.), Julius Schien (Hannover), Filippo Venturi (Forli), Gerd Waliszewski (Kiew/Berlin), Sven Weber (Stuttgart), Marcelina Wellmer (Berlin), Yana Wernicke (Hochheim), Lara Wilde (Berlin) und Paula Winkler (Berlin).
Ausstellungshäuser
Gezeigt werden die Arbeiten im Aktiven Museum Spiegelgasse, im frauen museum wiesbaden, in der Galerie Rubrecht Contemporary, im Kunsthaus Wiesbaden, im Kunstverein Bellevue-Saal, im Künstlerverein Walkmühle und im sam – Stadtmuseum am Markt. Ergänzt wird der Ausstellungsparcours durch zwei Sonderausstellungen, die das Festival regional verorten und zudem den fotografischen Nachwuchs fördern.
Im Rahmen der Wiesbadener Fototage 2025 entwickelten zwölf Studenten der Fotografie an der Hochschule RheinMain vielschichtige fotografische Arbeiten zum Festivalthema »Zukunft? Welche Zukunft?!«. Die Arbeiten werden im EduForum des Museum Wiesbaden präsentiert. Und auch 13 Schüler einer 8. Klasse der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule haben sich im Rahmen eines kulturellen Bildungsprojekts mit dem Thema auseinandergesetzt. Die Ausstellung ist während des Festivalzeitraums in der Mauritius-Mediathek zu sehen.
Festivalprogramm
Der Ausstellungsparcours der Wiesbadener Fototage wird durch ein vielfältiges Festivalprogramm ergänzt. Insgesamt 25 Veranstaltungen sollen bei freiem Eintritt Lust auf Fotografie machen. Auf dem Programm stehen etwa Führungen, Rundgänge, Artist Talks, Filme, ein Vortrag von Lena Papasabbas von The Future:Project und ein Panel in Kooperation mit der Sektion Bild der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Ein Fotografie-Quizabend mit Alexander Hagmann verspricht einen spielerischen Zugang zur Geschichte der Fotografie.
Digitale Vermittlung
Ein neues Highlight bei den Wiesbadener Fototagen ist das digitale Begleitprogramm: Alle Werkreihen und Videoarbeiten sind mit einem QR-Code verknüpft. Unterschiedliche Formate wie Werkbesprechungen, Interviews und Videos werden das Ausstellungserlebnis bereichern und inhaltlich vertiefen. Ausstellungsrundgänge zu jeder Station des Parcours sind digital abrufbar und bieten einen perfekten Einstieg in die Themen und Bilderwelten. Bis Ende September sind alle Inhalte unter www.wiesbadener-fototage-digital.de abrufbar – vor Ort, von unterwegs oder auch von Zuhause aus.
Katalog
Begleitend zu den 13. Wiesbadener Fototagen erscheint ein Katalog mit Bildern und Texten zu allen künstlerischen Positionen. Der Katalog ist für 10 Euro in den beteiligten Ausstellungsorten erhältlich.