BVPA-Positionspapier zum Umgang mit KI
Der BVPA hat in einem Positionspapier Stellung zum Umgang mit KI-generierten und manipulierten Bildern genommen.
Das Positionspapier trägt den Titel „Vertrauen in visuelle Informationen sichern – Verantwortung gemeinsam wahrnehmen“. Es formuliert zentrale Positionen der professionellen Bildanbieter und dient als Grundlage für den Dialog mit Verlagen und Bildredaktionen zu Qualitätssicherung und Transparenz im Zeitalter der KI.
Künstliche Intelligenz wirft für die Bildbranche eine Vielzahl neuer rechtlicher, technischer und wirtschaftlicher Fragen auf. Dazu gehören unter anderem die Erstellung und Nutzung von Datensätzen für das Training von KI-Systemen, urheberrechtliche Fragestellungen, Vergütungsmodelle, Transparenz- und Kennzeichnungspflichten sowie die praktische Anwendung KI-gestützter Tools in der Erstellung, Bearbeitung und Verbreitung visueller Inhalte.
Der Bundesverband professioneller Bildanbieter (BVPA) wird sich in unterschiedlichen Formaten, Arbeitsgruppen und Gesprächen mit den vielfältigen Auswirkungen auseinandersetzen. Ziel ist es, die Interessen professioneller Bildanbieter zu vertreten, Orientierung zu schaffen und die Diskussion mit Politik, Wirtschaft und Medien konstruktiv mitzugestalten.
Hintergrund
Das vorliegende Positionspapier (PDF) konzentriert sich auf einen Teilbereich dieser Debatte: das Verhältnis zwischen professionellen Bildanbietern und ihren Kunden aus dem Presse- und Medienbereich. Auslöser waren die Diskussionen um KI-generierte bzw. manipulierte Bilder, die in einzelnen Fällen ihren Weg in die redaktionelle Berichterstattung gefunden haben, sowie die daraus entstandenen Fragen zur Qualitätssicherung, Verifikation und Verantwortung entlang der publizistischen Liefer- und Veröffentlichungskette.
Vor diesem Hintergrund hat der BVPA einen Branchendialog initiiert. An dem Austausch am 5. Juni nahmen Vertreter verschiedener Mitgliedsagenturen teil. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen, neue technische Risiken zu bewerten und gleichzeitig praktikable, wirtschaftlich und technologisch tragfähige Verfahren zur Sicherung der Glaubwürdigkeit visueller Berichterstattung zu entwickeln. Auf Grundlage dieses Austauschs sowie der anschließenden Beratungen im BVPA-Vorstand wurde das beigefügte Positionspapier erarbeitet und in einem Abstimmungsprozess weiterentwickelt.
Das Dokument versteht sich ausdrücklich nicht als abschließende Antwort auf alle Fragen rund um KI und Bildauthentizität. Vielmehr soll es eine gemeinsame Grundlage für die Positionierung der Branche schaffen und den Austausch mit unseren Kunden unterstützen.
Der BVPA wird das Papier als Orientierung für geplante Gespräche mit Bildredaktionen und weiteren Bildkunden nutzen. Zugleich soll es den Mitgliedern helfen, die Positionen des Verbandes gegenüber Kunden, Partnern und anderen Marktteilnehmern nachvollziehbar zu vertreten.
Das Positionspapier steht hier zum Download bereit.