Calibrite feiert 50 Jahre ColorChecker

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ColorCheckers startet Calibrite ab heute  ein ganzjähriges Jubiläumsprogramm.

ColorChecker in verschiedenen Varianten

Im Mittelpunkt steht die Farbkarte mit ihren 24 charakteristischen Farbfeldern. Was ursprünglich als wissenschaftliches Hilfsmittel zur Bewertung von Farbfilmen entwickelt wurde, zählt heute weltweit zu den bekanntesten Farbreferenzen der Imagingbranche und ist aus Fotostudios, Filmproduktionen, Museen und den Kamerataschen unzähliger Kreativer rund um den Globus nicht mehr wegzudenken.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich die kreative Welt grundlegend verändert: Aus Analogfilm wurde Digitaltechnik, aus klassischen Studios wurden Heimstudios und Creator-Spaces. Professionelle Produktionen teilen sich die Bühne mit Millionen unabhängiger Content Creator, die täglich neue Inhalte produzieren. Bei allen technologischen Veränderungen ist eines unverändert geblieben: der Bedarf an präziser, verlässlicher Farbwiedergabe.

Der ursprüngliche ColorChecker wurde 1976 von drei Wissenschaftlern des Unternehmens Macbeth unter der Leitung von Dr. Calvin McCamy entwickelt und im Fachbeitrag „A Color-Rendition Chart“ vorgestellt. Die Idee war ebenso einfach wie wegweisend: Eine Auswahl exakt definierter Referenzfarben wird mit ins Bild aufgenommen, sodass Kameras, Monitore und Drucksysteme auf dieselbe objektive Grundlage zurückgreifen können. 50 Jahre später ist dieses Prinzip unverändert – und genau darin liegt bis heute die Aufgabe des ColorCheckers.

Der Ursprung war 1976

Jeder seitdem produzierte ColorChecker, einschließlich aller heute erhältlichen Calibrite ColorChecker Produkte, basiert unmittelbar auf dieser ursprünglichen Farbtafel aus dem Jahr 1976. Nach der Fusion von Gretag und Macbeth im Jahr 1997 ging die Produktlinie 2006 an X-Rite über. Seit 2021 gehört die Marke ColorChecker zu Calibrite. Gefertigt werden die Targets weiterhin von der Munsell Color Company, deren Expertise im Bereich Farbwissenschaft bis ins Jahr 1918 zurückreicht. Die Entwicklungslinie des ColorCheckers ist damit seit seiner Einführung ununterbrochen erhalten geblieben.

Ein wesentlicher Bestandteil der außergewöhnlichen Präzision des ColorCheckers liegt in der Herstellung seiner Farbfelder. Die Referenzfarben basieren auf speziell entwickelten Pigmentformulierungen, die mit höchster Sorgfalt und Präzision verarbeitet werden. Jedes Farbfeld wird nicht einfach gedruckt, sondern entsteht durch einen kontrollierten Fertigungsprozess, der die konsistente Farbwiedergabe und die langfristige Verlässlichkeit der Referenz sicherstellt. Genau diese Präzision macht den ColorChecker seit 50 Jahren zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Fotografen, Filmemacher und Coloristen weltweit.

Virtuelles Museum

Anlässlich des Jubiläums wird Calibrite ein virtuelles Museum eröffnen. Die digitale Ausstellung zeichnet die Geschichte des ColorCheckers nach – von seinen Anfängen im Labor 1976 bis zu seinem heutigen Einsatz in Workflows von Fotografen, Filmemachern und Content Creatorn.

Zum Jubiläumsprogramm gehört außerdem die interaktive ColorChecker Challenge. Sie erklärt anschaulich, welche Aufgabe jedes der 24 Farbfelder erfüllt. Zudem gibt es den Color Perfectionist Test, der Anwendern die passenden Color-Management-Lösungen empfiehlt.

Denn auch wenn sich die Technologie in den vergangenen 50 Jahren grundlegend weiterentwickelt hat, ist eines bis heute gleichgeblieben: Jedes erfolgreiche kreative Projekt beginnt mit dem Vertrauen darauf, dass das, was man sieht, tatsächlich der gewünschten Farbwiedergabe entspricht.

Limitierte 50th Anniversary Collection

Passend zum Jubiläum präsentiert Calibrite außerdem eine limitierte 50th Anniversary Collection. Sie umfasst ein T-Shirt, eine Cap und eine Tragetasche mit dem ikonischen 24-Farbfelder-Design des ColorCheckers. Die Kollektion wird nicht regulär verkauft, sondern im Laufe des Jubiläumsjahres als Dankeschön zu besonderen Anlässen an die weltweite Color Perfectionist Community verschenkt – an jene Community, die den ColorChecker über fünf Jahrzehnte hinweg begleitet und mitgeprägt hat.

Heute umfasst die ColorChecker-Familie den handlichen ColorChecker Passport, den ColorChecker Classic (den etablierten Standard für Studio- und Produktionsumgebungen, erhältlich von Nano bis Mega), sowie den ColorChecker Digital SG mit seinen 140 Farbfeldern. Trotz kontinuierlicher Weiterentwicklung basieren alle Produkte auf derselben Idee wie das Original aus dem Jahr 1976. Und auch die Frage, die der ColorChecker seit seiner Einführung beantwortet, ist bis heute dieselbe: Wie sieht Farbe wirklich aus?

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