Portraitfoto-Workflows mit KI
Michael Marczok stellt Programme vor, die sich mithilfe von KI um die zahlreichen Facetten im Portraitfoto-Workflow kümmern.
Ein modernes Portrait-Tool muss zuerst einmal zuverlässig Personen erkennen, Serienbilder gruppieren und die technisch und gestalterisch besten Aufnahmen identifizieren können, um den Selektionsaufwand zu minimieren und zu beschleunigen. Dieser Prozess wird „Culling“ genannt. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bezeichnet das Aussortieren beziehungsweise Auswählen geeigneter Aufnahmen.
Auf der Retusche-Seite ist das Ziel, mit minimalem Aufwand natürliche Ergebnisse zu erhalten. Dabei sind automatische Hautkorrekturen ohne „Plastik“-Look, punktuelle Entfernung von Unreinheiten, subtile Faltenreduktion, Aufhellen der Augen und Zähne, Entfernung von abstehenden Haaren und Brillenspiegelungen sowie selektive Maskensteuerung für einzelne Personen in Gruppenbildern einige der grundlegenden Funktionen. Zusätzliche Merkmale, wie zum Beispiel eine Make-up-Funktion, können darüber hinaus hilfreich sein.
Ebenfalls wichtig sind nicht funktionale Features wie Offline-Fähigkeit, um dem Datenschutz gerecht zu werden und die Privatsphäre der Fotografierten zu schützen, Batch-Verarbeitung, um bei der Durchführung von Prozessen im Hintergrund weiterarbeiten zu können, sowie individuelle Voreinstellungen und Presets für Looks und wiederkehrende Bearbeitungen per Mausklick. Es sollte sich von selbst verstehen, dass die KI-Ergebnisse manuell zu korrigieren sein müssen.
Die Programme in der Übersicht
Aftershoot
Aftershoot kombiniert in der neuesten Version KI-basiertes Culling mit integrierter, automatischer Retusche und legt den Fokus auf Workflow-Beschleunigung. Die Wahl- und Sortierfunktionen „Automatisch oder Individuell“, Erkennung geschlossener Augen und Duplikaterkennung laufen offline und filtern bereits vor der Retusche die besten Bilder heraus.
Die Retusche-Features sind KI-gestützt und umfassen …
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