Neue Sony FX5 Cinema Line Kamera

Mit der FX5 erweitert Sony seine Cinema Line um eine kompakte Vollformatkamera mit neu entwickeltem Stacked-CMOS-Sensor.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören Open-Gate-Aufnahmen, die interne Aufzeichnung in X-OCN sowie drei Basis-ISO-Werte. Die FX5 kommt im August 2026 zu Preisen ab 5.399 Euro auf den Markt. Die Sony FX5 positioniert sich zwischen den kompakten Cinema-Line-Modellen und den größeren Produktionskameras des Herstellers. Ihr neu entwickelter Exmor-RS-Vollformatsensor arbeitet mit Stacked-Architektur und dem BIONZ-XR2-Bildprozessor zusammen. Sony gibt für Aufnahmen in S-Log3 einen Dynamikumfang von mehr als 15 Blendenstufen an.

Die Kamera zeichnet in 5K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. In 4K sind bis zu 120 Bilder pro Sekunde, in Full HD bis zu 240 Bilder pro Sekunde möglich. Als erste Kamera der FX-Serie unterstützt die FX5 den 3:2-Full-Pixel-Readout über die gesamte Sensorfläche. Dieses Open-Gate-Format steht bei Aufnahmen in X-OCN zur Verfügung und erleichtert unter anderem die parallele Produktion für horizontale und vertikale Ausgabeformate.

Interne Aufzeichnung in X-OCN

Ebenfalls neu in der FX-Serie ist die interne Aufzeichnung im proprietären 16-Bit-RAW-Format X-OCN. Neben X-OCN LT unterstützt die Kamera die neuen Varianten X-OCN C1 und X-OCN C2. Sie sollen das Datenvolumen reduzieren und damit die Übertragung sowie die Weiterverarbeitung hochauflösender Aufnahmen vereinfachen.
Neben dem 3:2-Open-Gate-Format bietet die FX5 Scan-Modi in 17:9 und 16:9 sowie einen Super-35-mm-Modus. Für anamorphotische Objektive ist eine Desqueeze-Vorschau mit den Faktoren 1,3x, 1,5x, 1,6x, 1,8x und 2,0x integriert.
Drei Basisempfindlichkeiten von ISO 800, ISO 4000 und ISO 12.800 sollen eine rauscharme Aufzeichnung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen ermöglichen. Mit „Dual Gain Shooting“ führt Sony zudem eine Funktion ein, die den Dynamikumfang erweitern und gleichzeitig das Bildrauschen reduzieren soll.

Motiverkennung und Bildstabilisierung

Der Autofokus nutzt eine eigene Verarbeitungseinheit zur Motiverkennung. Bei Personen analysiert das System neben Augen und Gesicht auch Kopfposition und Körperhaltung. Real-time Tracking übernimmt die kontinuierliche Schärfenachführung bewegter Motive.
Für den automatischen Weißabgleich kombiniert die Kamera Informationen aus sichtbarem und infrarotem Licht mit einer auf Deep Learning basierenden Erkennung der Lichtquelle. Das soll vor allem bei Mischlicht, in Innenräumen und in Schattenbereichen für eine stabilere Farbwiedergabe sorgen.

Die integrierte Fünf-Achsen-Bildstabilisierung wurde nach Angaben von Sony insbesondere bei der Korrektur von Rollbewegungen verbessert. Neben der optischen Stabilisierung und dem Active Mode steht ein Dynamic Active Mode zur Verfügung. Dieser stabilisiert stärker, reduziert dabei allerdings den nutzbaren Bildwinkel.

Flat-Top-Gehäuse für variable Setups

Die FX5 besitzt ein kompaktes Flat-Top-Gehäuse und kann für Handheld-Aufnahmen, auf Gimbals oder in größeren Rig-Konfigurationen eingesetzt werden. Mehrere integrierte Gewinde ermöglichen die direkte Befestigung von Zubehör, ohne dass zwingend ein Cage erforderlich ist.

Ein aktives Kühlsystem mit separater Luftkammer soll auch bei längeren Aufnahmen einen stabilen Betrieb gewährleisten. Das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet. Zur Bildkontrolle dient ein vollständig beweglicher 3,5-Zoll-Touchscreen im 16:9-Format mit rund 2,76 Millionen Bildpunkten. Aufnahmeinformationen lassen sich außerhalb des eigentlichen Bildfelds anordnen. Der von Sonys CineAlta-Kameras übernommene „BIG6“-Startbildschirm fasst zentrale Einstellungen wie Bildrate, Belichtung und LUTs zusammen.

Die Kamera verfügt über zwei USB-C-Anschlüsse, HDMI und einen integrierten LAN-Anschluss. Über die App Monitor & Control lässt sie sich kabelgebunden oder drahtlos mit Smartphones, Tablets und Mac-Computern überwachen und fernsteuern. Die Stromversorgung über USB Power Delivery wird ebenfalls unterstützt.
Als Stromquelle dient der neue Akku NP-SA100 mit einer Kapazität von 2.670 mAh. Seine Kapazität liegt laut Sony rund 30 Prozent über der des NP-FZ100.

Neuer Sucher und XLR-Handgriff

Optional bietet Sony den abnehmbaren OLED-Sucher DVF-EL1 an. Sein 0,58-Zoll-Panel löst mit rund 7,07 Millionen Bildpunkten auf und unterstützt HDR sowie eine 10-Bit-Darstellung. Der Sucher lässt sich um bis zu 90 Grad nach oben neigen und kostet 749 Euro.
Der ebenfalls neue XLR-Handgriff XLR-H2 besitzt zwei XLR/TRS-Kombibuchsen und unterstützt die kamerainterne Aufzeichnung von bis zu vier Audiokanälen mit maximal 96 kHz und 32-Bit-Float. Die digitale Signalübertragung erfolgt über den Multi Interface Shoe. Der Preis beträgt 899 Euro.
Für die Synchronisation mit externen Geräten bietet Sony außerdem das USB-C-auf-BNC-Timecode-Kabel VMC-BNCU1 für 99 Euro an.

Firmware-Update angekündigt

Mit Ankündigung der Kamera kündigt Sony für Version 2.0 weitere Funktionsupdates an, unter anderem High-Framerate-Aufnahmen mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde in X-OCN, XAVC-S-I-Aufnahmen im 3:2-Format, eine angepasste Benutzeroberfläche für vertikale Videos und eine Frame-Grab-Funktion.

Preise und Verfügbarkeit

Die Sony FX5 soll ab August 2026 erhältlich sein. Vorbestellungen sind ab dem 22. Juli möglich.

  • Sony ILME-FX5B, Gehäuse: 5.399 Euro
  • Sony ILME-FX5 inklusive XLR-Handgriff: 5.999 Euro
  • OLED-Sucher DVF-EL1: 749 Euro
  • XLR-Handgriff XLR-H2: 899 Euro
  • Timecode-Adapterkabel VMC-BNCU1: 99 Euro

Alle Preisangaben verstehen sich als unverbindliche Preisempfehlungen.