Datacolor führt neuen Modus Feinkalibrierung ein

Nach dem Funktionsupgrade 2025 erhält Datacolors SpyderPro-Software jetzt eine weitere bedeutende Erweiterung, den Modus Feinkalibrierung.

Grafik Datacolor Feinkalibrierung

Die neue Technologie ermöglicht eine nochmals deutlich höhere Farbgenauigkeit und hebt die Displaykalibrierung auf ein Niveau, das bislang vor allem professionellen Referenz- und Proofing-Lösungen vorbehalten war. Die bisherige Standard-Kalibrierung des SpyderPro liefert bereits eine ausgezeichnete Farbgenauigkeit mit einem durchschnittlichen Delta E00 von 1,26. Ein Delta-E-Wert zwischen 1 und 2 gilt in der professionellen Bildbearbeitung, Fotografie und im Grafikdesign allgemein als anerkannter Qualitätsstandard für farbkritische Anwendungen.

Der neue Feinkalibrierungs-Modus verbessert diesen Wert auf durchschnittlich Delta E00 0,83. Damit unterschreitet SpyderPro die Schwelle von Delta E00 1,0, ab der Farbabweichungen für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar sind. Ein solches Niveau wird üblicherweise mit High-End-Referenzmonitoren und professionellen Proofing-Workflows in Verbindung gebracht.

Bereits im November des vorigen Jahres hatte Datacolor das bislang größte Softwareupdate für den SpyderPro vorgestellt. Zu den wichtigsten Neuerungen gehörten die Möglichkeit zum 3D-LUT-Export für die Kalibrierung externer Videomonitore, die Unterstützung moderner Displaytechnologien wie OLED, QD-OLED, Mini-LED und Apple XDR Displays, die Einführung von Device Preview Plus zur Simulation der Darstellung auf Smartphones, Tablets, Druckern und weiteren Ausgabegeräten sowie die Integration von Content Credentials für mehr Transparenz bei digitalen Inhalten.

Mit dem Modus Feinkalibrierung folgt nun der nächste wichtige Entwicklungsschritt.

Die Feinkalibrierung

Der neue Kalibriermodus nutzt eine deutlich höhere Anzahl von Messpunkten über die gesamte Graustufenskala hinweg. Dadurch können Farbabweichungen wesentlich präziser erkannt und korrigiert werden.

Besonders profitieren Anwender von:

  • einer verbesserten Rot-Grün-Neutralität
  • einem reduzierten Blau-Gelb-Farbstich
  • einer höheren Weißpunktgenauigkeit
  • einer verbesserten Graustufenpräzision
  • saubereren Schattenbereichen
  • einem umfangreichen Kalibrierbericht.

In umfangreichen Vergleichstests mit unterschiedlichsten Displays, darunter OLED-, Mini-LED-, XDR- und klassische LED-LCD-Monitore unter Windows und macOS, konnten im Feinkalibrierungsmodus auf allen getesteten Displays Verbesserungen erzielt werden. Im Durchschnitt wurde die Graustufen-Genauigkeit um 30 Prozent gesteigert. Einzelne Displays erreichten sogar Verbesserungen von mehr als 50 Prozent.

Mit der Einführung des Feinkalibrierungs-Modus bietet der SpyderPro nun zwei Kalibrierungsmodi für unterschiedliche Anforderungen:

Standard Calibration
•       Professionelle Farbgenauigkeit
•       Durchschnittlich Delta E 1,26
•       Schnelle Kalibrierung

Deep Calibration
•       Erweiterte Messmethodik mit deutlich mehr Messpunkten
•       Durchschnittlich Delta E 0,83
•       Rund 30 % höhere Genauigkeit

Damit können Anwender flexibel entscheiden, ob sie besonders schnell zu einem Ergebnis gelangen möchten oder Farbpräzision für anspruchsvollste Workflows benötigen.

Kostenloses Upgrade

Das Upgrade mit dem neuen Feinkalibrierungsmodus steht bestehenden SpyderPro-Besitzern kostenlos zum Download zur Verfügung. Nutzer eines Spyder bzw. SpyderExpress können auf der Datacolor-Website auf SpyderPro upgraden und von den erweiterten Kalibrierungsmöglichkeiten profitieren.