bpp übernimmt mit Business Compass Verantwortung
Der bpp will mit dem neuen Business Compass die Branche dabei unterstützen, wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben.
Viele professionelle Fotografen erleben derzeit unberechenbarere Anfragen, Preisdruck und verändertes Kundenverhalten. Gleichzeitig verändern künstliche Intelligenz und neue Video-und Content-Anforderungen den Markt, während Unternehmen visuelle Inhalte zunehmend selbst produzieren. „Unsere Aufgabe als Berufsverband kann nicht darin bestehen, eine schwierige Marktlage nur zu kommentieren oder einfach das nächste Seminar anzubieten. Wir müssen zuhören, verstehen, wo die Fotografinnen und Fotografen tatsächlich stehen, und daraus konkrete Hilfe ableiten“, sagt Sebastian Weißmann, Geschäftsführer des bpp.
Aus Sicht des bpp greift es zu kurz, die aktuelle Situation ausschließlich als vorübergehende Schwächephase zu betrachten. Ein Teil der Belastung ist konjunkturell. Gleichzeitig verändern sich jedoch Strukturen: Kunden benötigen andere Inhalte, Budgets werden anders verteilt, neue Technologien übernehmen einzelne Produktionsschritte und die Grenzen zwischen Fotografie, Bewegtbild und laufender Content-Produktion verschieben sich.
Für die Branche entsteht daraus eine entscheidende Frage: Welche Probleme sind kurzfristig und an welchen Stellen muss das eigene Geschäftsmodell grundsätzlich weiterentwickelt werden? Genau hier setzt der bpp Business Compass an.
Erst verstehen, dann verändern
Der Business Compass beginnt nicht mit einer Empfehlung, sondern mit einer strukturierten und ausführlichen Selbstanalyse über fünf Ebenen: Business & Wirtschaftlichkeit, Positionierung, Sichtbarkeit & Kundengewinnung, die unternehmerische Rolle sowie Zukunftsfähigkeit. Dabei gehören Zahlen ausdrücklich dazu: Umsatz, Kosten, notwendiger Zielumsatz, Auftragswerte, Anfragen und die wirtschaftliche Bedeutung einzelner Geschäftsfelder. Ebenso geht es um Energieaufwand, Motivation, Marketingkanäle, aufgeschobene Entscheidungen und zukünftige Geschäftsfelder.
Auf die Standortanalyse folgt ein persönliches Strategiegespräch. Statt einer langen Maßnahmenliste mit 27 neuen Aufgaben werden die wenigen Hebel priorisiert, die für das jeweilige Unternehmen aktuell den größten Unterschied machen können. Es entsteht ein individueller Entwicklungsweg.
„Viele Fotografinnen und Fotografen spüren sehr genau, dass sich etwas verändert. Aber zwischen diesem Gefühl und einer guten unternehmerischen Entscheidung liegt ein entscheidender Schritt: zu verstehen, was das eigentliche Problem ist. Wir wollen niemandem ein Webinar empfehlen, nur weil wir es gerade im Programm haben. Vielleicht ist Weiterbildung der richtige Schritt. Vielleicht Mentoring. Vielleicht müssen zunächst zwei grundlegende Entscheidungen getroffen werden und dafür muss die Fotografin oder der Fotograf keinen weiteren Euro ausgeben. Die Empfehlung folgt der Diagnose. Nicht umgekehrt“, so Weißmann.
Vom Weiterbildungsanbieter zum Entwicklungspartner
Der bpp Business Compass richtet sich ausdrücklich nicht nur an Mitglieder, sondern an alle professionellen Fotografen. Mit ihm verbindet der bpp zugleich einen neuen Anspruch an seine eigene Rolle. Statt ausschließlich ein Programm bereitzustellen, aus dem Mitglieder und externe Fotografen selbst auswählen, soll der Verband stärker als Entwicklungspartner agieren: erst verstehen, dann priorisieren und anschließend gezielt unterstützen.
„Wir wollen nicht mit fertigen Antworten in jedes Gespräch gehen, sondern zuerst verstehen, wo die jeweiligen Herausforderungen tatsächlich liegen. Unsere Aufgabe ist es, professionelle Fotografinnen und Fotografen dabei zu unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, um auch in fünf oder zehn Jahren erfolgreich von ihrer Arbeit leben zu können“, sagt Weißmann.
Weitere Informationen zum bpp Business Compass gibt es hier.