Nikon Z5IIC: Vollformat im flachen Gehäuse
Mit der Z5IIC stellt Nikon eine spiegellose Vollformatkamera im Flat-Top-Design ohne elektronischen Sucher vor. Zur Ausstattung gehören ein 24,5-Megapixel-Sensor, eine integrierte Bildstabilisierung und die Aufnahme von 4K-Videos im N-RAW-Format.
Die Nikon Z5IIC kombiniert einen CMOS-Sensor im FX-Format mit dem Bildprozessor EXPEED 7. Der reguläre Empfindlichkeitsbereich reicht bei Fotos von ISO 100 bis 64.000 und lässt sich auf entsprechend ISO 50 bis 204.800 erweitern. Die kamerainterne Bildstabilisierung kompensiert laut Nikon bis zu 7,5 Blendenstufen, gemessen nach CIPA-Standard mit dem NIKKOR Z 24–120mm f/4 S am langen Brennweitenende. Der Fokusmessfeld-VR stimmt die Stabilisierung auf die Position des aktiven Fokusmessfelds ab.
Das flache Gehäuse wiegt 620 Gramm mit Akku und Speicherkarte. Das Gehäuse aus Magnesiumlegierung ist gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Für Bedienung und Bildkontrolle steht ein neig- und drehbarer 8-cm-Touchscreen mit rund 1,04 Millionen Bildpunkten zur Verfügung. Gespeichert wird auf einer SD-Karte.
Motiverkennung für Fische
Das Hybrid-AF-System verbindet Phasen- und Kontrasterkennung. Es erkennt Menschen, Haustiere, Fahrzeuge und Vögel sowie erstmals bei einer Nikon-Z-Kamera auch Fische. Die angegebene AF-Empfindlichkeit reicht bis −10 LW.
Bei Serienaufnahmen nennt Nikon bis zu 14 Bilder pro Sekunde im erweiterten Serienbildmodus beziehungsweise 15 Bilder pro Sekunde im Silent-Modus. Diese Angaben gelten laut Datenblatt für andere Qualitätseinstellungen als NEF (RAW) und NEF (RAW) +. Zusätzlich steht der Highspeed-Modus C30 mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde zur Verfügung. Der mechanische Verschluss ermöglicht Belichtungszeiten bis 1/8.000 Sekunde; im manuellen Modus sind Langzeitbelichtungen bis 900 Sekunden einstellbar.
4K/60p und 12-Bit-N-RAW
Die Z5IIC zeichnet 4K-UHD-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Bei 4K/60p wird der DX-Bildausschnitt genutzt (Cropfaktor 1,5). Für die Nachbearbeitung bietet die Kamera N-RAW mit 12 Bit; alternativ stehen H.265 mit 8 oder 10 Bit sowie H.264 mit 8 Bit zur Wahl. In Full HD sind bis zu 120 Bilder pro Sekunde und kamerainterne Zeitlupen möglich. Die reguläre ISO-Empfindlichkeit reicht bei Video bis ISO 51.200.
Neben dem eingebauten Stereomikrofon lassen sich externe Mikrofone verwenden. Separate 3,5-mm-Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer sowie HDMI Typ D und USB-C ergänzen die Schnittstellen. Drahtlose Verbindungen sind per WLAN und Bluetooth möglich.
Bildrezepte und Filmkörnung
Für den Einstieg bietet die Kamera 15 Motivprogramme, die Einstellungen an unterschiedliche Aufnahmesituationen anpassen. Über die Nikon Imaging Cloud lassen sich Bildrezepte von Nikon, RED und Nikon Creators herunterladen. Ein zusätzlicher Filmkörnungseffekt kann auf Fotos und Videos angewendet und mit den Bildrezepten kombiniert werden. Auch automatische Firmware-Updates werden unterstützt.
Die Nikon Z5IIC soll voraussichtlich Mitte Oktober 2026 in Schwarz und Silber erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.549 Euro für das Gehäuse.
Das Kit mit Z 24–50mm f/4–6.3 kostet 1.849 Euro, mit Z 24–105mm f/4–7.1 sind es 1.899 Euro. Weitere Kits bietet Nikon mit dem Z 24–70mm f/4 für 2.149 Euro und dem Z 24–200mm f/4–6.3 VR für 2.349 Euro an.