FOTOKUNST VERMARKTEN

digit! 6-2017Für Fotokünstler ist der Vertrieb der eigenen Bilder als Editionsprints der letzte, entscheidende Schritt der Vermarktungskette. Wir stellen zwei Best-Practice-Beispiele vor.

 

 

 

 

 

 

DER RICHTIGE PARTNER

Warum der Fotokünstler Werner Pawlok trotz anfänglicher Skepsis zur Editionsgalerie Lumas kam – und blieb.

Darum gehts
Werner Pawlok arbeitet seit den 1970er-Jahren als Werbefotograf und Fotokünstler und war Ende der 1970er-Jahren Dozent an der Kunstakademie in Stuttgart. Sein OEuvre ist äußerst vielschichtig und reicht von Künstler- und Kreativen-Portraits über collageartige oder als Polaroid- Transfers produzierte Mode- und Celebrity-Aufnahmen bis hin zu malerisch abstrahierten Streetphotography-Szenen oder suggestiven Architektur- und Interieur-Arbeiten mit zeitgeschichtlichem Charakter und Lokalkolorit. Seit Ende der 1980er vertreibt Pawlok seine Arbeiten

digit! 5-2017in Eigenregie. „Schon damals war für mich klar, wohin die Reise geht“, sagt Pawlok. „Ich wusste, dass ich nicht nur Werbung machen wollte. Aber ich wollte mich ebenso wenig dem geschmacklichen Vorlieben der Sammler unterwerfen oder den Trends des Kunstmarkts hinterherhecheln und mich ständig selbst reproduzieren. Das Thema Editionsprints war damals nicht wichtig für mich – dank Sammlern wie Gunter Sachs, die Unikate meiner Transfer-Arbeiten kauften.“ 

Zu Anfang konnte er sich keine Kooperation vorstellen – und es wäre auch nie zu einer Zusammenarbeit gekommen, wenn Heike Dander, die Chefkuratorin der Editionsgalerie ....

 

 


ZWEITE CHANCE

Nach Burn-out und Insolvenz wollte Peter Allert nie mehr eine Kamera anfassen. Dann fand der ehemals erfolgreiche Werbe- und Autofotograf zur künstlerischen Portraitfotografie – und damit zu einem neuen Lebens- und Geschäftsmodell.

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Darum gehts
Eigentlich wollte Peter Allert Biologe werden. Um sein Studium zu finanzieren, fing er an, technische und wissenschaftliche Fotografien zu erstellen und kam auf den Geschmack. 1991 gründete er ein Fotostudio in München, bald hatte er namhafte Kunden hauptsächlich aus der Automobilindustrie und der Modebranche. Das Unternehmen wuchs und hatte acht Mitarbeiter, eigene Licht-, Labor- und Druckeinrichtungen und eine der ersten EBV-Maschinenparks. Investitionssumme: mehr als 1,5 Millionen D-Mark. Geld, das wieder eingespielt werden musste. Allert nahm jeden Job an, arbeitete ohne Unterlass. Irgendwann spürte er, dass seine Kräfte schwanden. Er machte weiter. Bis es nicht mehr ging. „Von einem auf den anderen Tag habe ich meinen Mitarbeitern gesagt: Das wars, ich kann nicht mehr. Damit war ich insolvent.“

 

 

 

digit! 5-2017 Das war 2002. Allert zog sich zurück, für die Werbewelt war er nicht mehr zu gebrauchen, und von Kameras wollte er nichts mehr wissen. Er reduzierte seine Ausgaben auf ein Minimum und lebte, wie er noch nie gelebt hatte: bescheiden. Zehn Jahre vergingen, bis er aus seinem Tief herausfand. Zehn Jahre, in denen er anfing, zu schreiben und zu zeichnen, und in denen er irgendwann auch den Mut fand, seine alten Foto-Mappen hervorzukramen. Dort fand er seine freien Portrait-Serien. Arbeiten jenseits des Werbezirkus, an die er anknüpfen konnte. Allert entwickelte seine Bildsprache und verschob....

 

 

 

 


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