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Gecrosste Portraits mit Photoshop

Als Alternative zur natürlichen Darstellung einer Person im Portrait wünschen viele Kunden ein Portrait mit einer individuellen, künstlerischen Note. Ein gutes Portrait entsteht auch dabei schon bei der Aufnahme. Die nachfolgende technische Ausarbeitung kann das Bild zusätzlich aufwerten, dazu gehört z. B. eine gelungene SW-Umwandlung oder eine Farbtonung, aber auch die aus analogen Filmzeiten bekannte Crossentwicklung, die wir hier digital nachvollziehen.

Das Ausgangsbild – eine 16-Bit-TIFF-Datei von einem konvertierten RAWDatei einer Canon EOS 5D Mark II.
Das Ausgangsbild – eine 16-Bit-TIFF-Datei von einem konvertierten RAWDatei einer Canon EOS 5D Mark II.

Was genau ist eine Crossentwicklung?

Als Crossentwicklung bezeichnet man den analogen chemischen Prozess der Umkehrentwicklung eines Farbnegativfilms bzw. die Negativentwicklung eines Farbpositivfilms.  Ein Farbnegativfilm wird im E-6- statt im C-41-Prozess oder ein Diafilm im C-41- statt E-6-Prozess entwickelt. Die Ergebnisse eines „gecrossten“ Films sind kräftigere Farben, ein hoher Kontrast und oft ein gröberes Korn. Der Farbnegativfilm eignet sich durch seinen weicheren Kontrast und den größeren Belichtungsspielraum wesentlich besser für eine Crossentwicklung als der steiler arbeitende Diapositivfilm.

Das Ergebnis nach der C-41-Crossentwicklung mit Tendenz zur warmen Tonwertverschiebung.
Das Ergebnis nach der C-41-Crossentwicklung mit Tendenz zur warmen Tonwertverschiebung.

Bei der Crossentwicklung findet eine Verschiebung in den gelboder blaugrünen Farbbereich statt, je nachdem ob ein Farbnegativoder Diafilm verwendet wird. Dieser Effekt kann auch im „digitalen“ Labor mit Hilfe von Photoshop erzeugt werden.

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d i g i t ! - 02/2010 d i g i t ! - 02/2010 €3,21 Checkout >> Read more >>