11 Schärfen für die Bildausgabe
Nach der optimierten Bearbeitung müssen die Bilder für die Ausgabe geschärft werden. Das Schärfen für die Bildausgabe wird benötigt, um das Defizit des jeweiligen Ausgabemediums zu kompensieren, z. B. das Zerfließen des Tintenpunkts auf einem Inkjet-Papier, die Auswirkung des Druckrasters im Offsetdruck oder die TFT-Struktur eines Flachbildschirms. Ohne Anpassung würde das digitale Bild an Schärfe und Brillanz verlieren und daher müssen die Bilddaten entsprechend bearbeitet werden.
11.1 Wie und womit schärfen?
Fein und angepasst – sollte die Schärfung für die Bildausgabe erfolgen. Es geht hier nicht mehr darum, den Kontrast und die Bildschärfe hochzuschrauben, sondern den bestehenden Bildeindruck in der Bildausgabe zu erhalten.
Es gibt zwei Möglichkeiten der Schärfung für die Bildausgabe:
• entweder direkt in Adobe Photoshop
• oder mit dem Nik Sharpener Pro, einem Plug-in für Photoshop
Wer in Photoshop seine Bilder über den USM-Filter für die Bildausgabe schärfen will, sollte doch einiges über die Technik und das Prozedere des Druckvorgangs und der verwendeten Hardware wissen.
Beim Nik Sharpener Pro sieht die Sache etwas anders aus, da der Anwender klar und verständlich durch den ganzen Ablauf geleitet wird. Aber auch hier schaden gewisse Vorkenntnisse in der Bildausgabe sicher nicht und führen zu noch besseren Ergebnissen.
11.2 Der Inkjet-Druck
Glanz oder matt – Bütten- oder RC-Papier mit unterschiedlichen Tintenaufnahmeschichten haben einen wesentlichen Einfluss, wie der Tintenpunkt definiert wird. Reine Büttenpapiere mit einer matten Oberfläche haben eine größere Punktverbreiterung als z. B. Glanzpapiere mit einer mikroporösen Tintenaufnahmeschicht. Bilder, die auf matten Papieren gedruckt werden, sollten daher etwas stärker geschärft werden.
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