
Ein Fuchs, der auf alten Tonbandmaschinen umherturnt, ausgestopfte Eulen neben einem vorsintflutlichen PC, Menschen mit Tiermasken, oder Spatzen im Spitzenkleid bevölkern Baxters Bilderkosmos: Man könnte diese visuellen Konstrukte beliebig finden – wenn ihnen nicht dieser seltsame, kognitiv nicht fassbare Zauber entströmen würde: Ein Geheimnis, das ungefiltert ins limbische System des Betrachters sickert.

Einen Teil ihrer Magie beziehen die Arbeiten Baxters dabei aus dem Gegensatz zwischen ihrer freundlichen, oft pastellfarbenen und bis in den letzten Pixel ausgeleuchteten Anmutung und ihrem kryptischen, teilweise bedrohlichen Inhalt. Baxter, der Fotografie, Malerei, Zeichnung und Bildhauerei studiert hat und seit 2002 als Grafikdesigner und Art Director für verschiedene Werbeagenturen in Chicago tätig war, eher er 2004 ganz zur Fotografie wechselte, versteht sein Handwerk: Kommerzielle wie freie Arbeiten wirken bildsprachlich wie aus einem Guss, die Spuren bildmanipulativer Eingriffe sind perfekt getilgt. Neben der Werbefotografie arbeitet der Fotograf aus Chicago an einem Langzeitfotografie- Projekt namens „Olw Scouts“, mit dem er – O-Ton: „die Herausforderungen des Lebens, anhand des Unglücks von zwei kleinen Kindern schildert“.

Eine ziemliche prosaische Umschreibung für ein ebenso düsteres wie faszinierendes Bildermärchen mit einem romantisch-realistischen Look und einem martialischem Ende, in dem Eulen und Bären, ein finsterer Wald, eine verlorene Taschenlampe und die mystischen Gewalten der Natur die Hauptrollen spielen. Unbedingt ansehen! www.baxterphoto.com
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