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Éric Tourneret

Éric TourneretDie erste „Jagd“ nach Bienenprodukten datieren Archäologen auf ca. 10.000 Jahre v. Chr.  Auch Éric „the bee photographer“ Tourneret jagt die kleinen Honigproduzenten – mit der Kamera wohlgemerkt. Der Franzose, der als Assistent in einem Pariser Fotostudio für Still Life, Mode-, und Werbefotografie anfing und parallel dazu als Fotojournalist arbeitete, ist irgendwann auf die Biene gekommen. Seitdem zeichnet Tourneret eine Art Kulturgeschichte des Honigsammelns zwischen Waldimkerei, Wandertierhaltung und Agroindustrie – und das auf allen fünf Kontinenten. Besonders spektakulär sind die Aufnahmen, die Tourneret aus Nepal mitgebracht hat: Im Frühjahr klettern wagemutige Honigsammler vom Volk der Rai auf Bambus-Hängeleitern über hunderte Metern in die Berge, um „giftigen“ Rhododendron-Honig einzusammeln, den sie für tier- und humantherapeutische Zwecken nutzen. Noch archaischer mutet die Imkerei der „Gbayas“ in Kamerun an. Geschützt durch eine Rüstung aus pflanzlichem Material nehmen sie den Kampf mit der besonders aggressiven, auf Bäumen nistenden Apis mellifera adansonii auf, die als Mutter der südamerikanischen Killerbiene gilt. „In all meinen Bildern habe ich versucht, die Bienen als ‚Models’ einzufangen“, sagt Tourneret, der zuweilen einen gigantischen Aufwand betreibt: Um eine Biene beim Anflug frontal abzulichten, saß er eine Woche lang samt Studioblitzgeräten in einem Rapsfeld in der Camargue und versuchte, die Insekten mit einer List in einen Bienenstock zu locken, den er mit einer Kamera bestückt hatte. Zu einem befriedigen Ergebnis kam er erst am siebten Tag – nach 4500 Aufnahmen und einem Strategiewechsel, bei dem ein heimatloser Schwarm und eine gefangene Königin eine Rolle spielten. www.thehoneygatherers.comwww.thehoneygatherers.com

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