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FÜR KOPFBILDJÄGER

digit! 1-2018„Es kommt nicht auf die Ausrüstung an.“ Wirklich? Sebastian Drolshagen kann dieses Credo nicht mehr hören. Er ist überzeugt: Mit einem lichtstarken 85er hat man es in der Portraitfotografie leichter. Deshalb hat er das neue Canon EF 85 mm f/1.4L IS USM und das Sigma 85 mm F1.4 DG HSM | Art ins Visier genommen.

Es wäre keine gute Geschichte, wenn ich mit der Leidenschaft allein bliebe. Doch ich habe schon viele gesehen, die einem 85-mm-Objektiv mit offener Blende verfallen sind: den Kollegen, der seine neue Sony direkt damit bestück hat; den Studenten, der vorher nur die Smartphone-Linse kannte; oder meine Assistentin, die schon mal eine komplette Hochzeitsreportage mit dieser Festbrennweite bestritten hat. Das leichte Tele schmeichelt unseren Proportionen, die offene Blende konzentriert den Blick, überdies zaubert die Lichtstärke ein 1a-Bokeh.

Sigma hatte sein 1,4/85 mm aus der „Art“-Serie bereits zur photokina 2016 vorgestellt, Canon hat sich mit einem neuen 1,4/85 mm bis zum vergangenen Herbst Zeit gelassen. Ein Grund: Bei Canon hatte man bislang nur ein gemächliches 1,8/85 mm und eine weiche Lichtbombe 1,2/85 mm im Angebot – beides alte Recken. Mit dem frischen 1,4/85 mm legt Canon sich ins Zeug, die kompakte Bauform springt ins Auge, der IS-Bildstabilisator ist eine klares Plus. Das Sigma Art 1,4/85 mm bringt fast 200 Gramm mehr auf die Waage, obwohl es ohne Anti-Wackel-Technik auskommen muss.

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Bei der Arbeit macht sich der Unterschied im Gewicht kaum bemerkbar. Wer sich für rund ein Kilo Glas entscheidet, hadert in der Regel nicht mit ein paar Gramm, wenn die Leistung stimmt. Und das heißt hier: f/1,x bei jeder Gelegenheit. Denn man darf schnell feststellen, dass diese beiden Boliden offenblendig ihre Leistung bringen. Selbst am 50-Megapixel-Sensor der EOS 5DS R kann man die offene Blende auskosten, ohne sich ums Ergebnis zu sorgen. Schon nach wenigen Probeschüssen steht fest, dass beide Testobjektive ohne Abstriche für den Job taugen. Die Schärfe ist überragend. Vor allem im Vergleich zu Canons 1,2/85 mm oder Sigmas altem 1,4/85 mm zeigt sich, mit wie wenig man zufrieden war.

Um Detail-Krittelei zu betreiben, bedarf es schon eines extrem Pixel- Peepings: Zoomt man in einem XL-RAW auf 100 %, beeindruckt primär die Detailfülle, erst bei genauem Hinsehen treten an unscharfen Spitzlichtern Farbsäume auf, das Sigma Art scheint hier einen Hauch souveräner als das Canon-Objektiv. Im direkten Verglich wirkt es, als ließe das Canon ein wenig

 

 


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