REIF FÜR DIE INSEL

digit! 4-2017 Der Chronist wollte Urlaub, doch so ganz ohne Fotoapparat mochte er doch nicht gen Friesland losziehen: Mit der Fujifilm X-T20 und der Canon EOS M5 hatte er zwei Systemkameras für Ambitionierte im Gepäck. Welche Spiegellose mit aufs einsame Eiland käme, davon berichtet Sebastian Drolshagen hier.

Ja, mit einem iPhone lässt es sich trefflich fotografieren. Und natürlich macht nicht die Technik das Bild. Schon klar. Aber so ein bisschen mehr Weitwinkel, ein Plus an Schärfe und ein paar Freisteller dank Offenblende nehme ich sogar in der Freizeit gern – schließlich macht Fotografieren auch jenseits des Jobs Spaß. Mit der EOS M5 wandert Canons bislang beste Systemkamera ins Reisegepäck, sie wirkt deutlich stärker als ihre Vorgängerinnen. Dank der Technik einer EOS 80D sollte sie locker reichen, um Profis im Müßiggang-Modus zufriedenzustellen. Von der Papierform her gilt das für die Fujifilm X-T20 nicht minder. Sie scheint fürs Flanieren am Strand fast überqualifiziert, in ihr werkelt überwiegend die gleiche Technik wie in der großen Schwester X-Pro2 – und die setzt mancher Kollege hauptberuflich ein.

digit! 4-2017 Fujifilm gehört zu den Pionieren bei den Spiegellosen, während Canon die neue Technik erst spät adoptiert hat. Umso erstaunlicher ist, wie nah unsere Reisebegleiterinnen beieinanderliegen: Beide Gehäuse sehen aus wie geschrumpfte SLRs, wiegen um die 400 g und nutzen einen APS-C-Sensor mit 24 Millionen Pixeln. Überdies bieten sie einen Touchscreen, der sich klappen lässt, sowie einen elektronischen Sucher (OLED/2,36 K). Während die X-T20 Videos in 4K-Qualität aufnimmt, hat sich Canon dagegen entschieden, der M5 den hochauflösenden Video-Standard mitzugeben. Kopfschütteln. Ebenso unverständlich: Bei der X-T20 bleibt das Tippen aufs Display limitiert. Zwar lässt sich der Fokus-Punkt wählen und während der Rückschau ins Bild hineinzoomen, Menü- und Funktionseinstellungen reagieren jedoch nicht auf den Fingertipp.

 


digit! 4-2017Verschlusssache: Elektronik versus Mechanik
Wer sich auf schöne Stills konzentriert, mag diese beiden Aspekte als marginal abhaken. Für ihn ist der elektronische Verschluss weit interessanter. Den Austernfischer am Strand mit Blende 2 zu fotografieren, schafft Canons M5 nur bei „Schietwedder“, sie nutzt ausschließlich Mechanik. Sobald die Sonne strahlt, reicht 1/4.000 s nicht aus, obwohl sie – anders als die X-T20 – mit der Lichtempfindlichkeit bis ...

 

 

 


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