
„Freiheit, ist das einzige was zählt“
Marius Müller Westernhagen
Wenn Enver Hirsch den Auftrag zu einer Story bekommt, tut er erst mal nichts. Jedenfalls nichts, was ein Betrachter von außen als Arbeit erkennen könnte. Der in Hamburg lebende Fotograf, der für Zeitschriften wie Neon, Stern, Spiegel Reporter, das SZ- oder das Greenpeace Magazin arbeitet, geht oder fährt durch die Gegend, das Kopfkino schnurrt auf Hochtouren, die Kamera bleibt erstmal im Büro. Hirsch sammelt, entwirft und verwirft Bildideen, bis das Bild oder die Bildstrecke Form annimmt und schließlich bis ins Detail vor seinem inneren Auge steht. Dann erst geht er daran, dieses Kopfbild mit den bestehenden Möglichkeiten abzugleichen, baut das Setting bzw. sucht seine Protagonisten und Orte auf, nimmt seine Kamera und beginnt zu fotografieren.

So wie bei dem Haus mit den Mülltonnen.
„Ich hatte für das Greenpeace Magazin den Auftrag, das Thema Mülltrennung zu illustrieren. Also bin ich zu einem Mülltonnenhersteller gefahren, habe mir verschiedene Mülltonnenmodelle ausgeliehen, und dann bin ich einen halben Tag durch die Gegend gefahren und habe ein Haus gesucht, das mit seiner Aufgeräumtheit, aber auch seiner architektonischen Durchschnittlichkeit und uniformen Klinker- Tristesse genau meine Vorstellungen traf“, sagt Hirsch. „Ich habe die Tonnen schnell auf dem Gehweg aufgereiht, mein Bild gemacht, alles wieder im Wagen verstaut und bin verschwunden.“ Das Mülltonnenfoto ist typisch für Hirschs Arbeitsweise. www.enverhirsch.de

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