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Schwarze Kunst

thumb_2010_01-24_1Es ist kalt draußen, die Landschaft verschneit. Baumgruppen, Schilf, Zäune – eine stille Meditation in Schwarz und Weiß. „Das passt ja!“, denke ich mir, denn ich sitze im Regionalexpress von Berlin nach Radebeul bei Dresden. Dort bin ich mit Dieter Kirchner verabredet, dem Entwickler der „Skia Photography“, die antritt, den guten alten Barytabzug zu übertreffen.

„Herr Klose?“ – Dieter Kirchner hat sich die Zeit genommen, mich am Bahnhof abzuholen. Wir fahren zu ihm nach Hause. „Das ist alles noch gar nicht fertig, bin dauernd unterwegs, kaum mal ein paar Tage am Stück hier“, entschuldigt er sich. In der Eingangshalle hängt dicht an dicht ein Arsenal großformatiger, gerahmter Schwarzweiß-Fotografien: Rodtschenko, Blossfeld, Mack, um nur einige der Meister zu nennen. Und ihm ganz wichtig: Eine Reproduktion der ersten Aufnahme William Henry Fox Talbots von 1835, die Innenansicht eines Erkerfensters von Lacock Abbey, dem Wohnsitz des Fotografen und Wissenschaftlers. Ihm, Talbot, fühlt sich Kirchner besonders verbunden und es ist deshalb kein Zufall, dass er seine Technik der hochwertigen Bildreproduktion „Skia Photography“ nennt und damit einen Bezug schafft zu Talbots „Skiagraphie“ – „Schattenschrift“, wie dieser seinen frisch erfundenen Negativprozess damals nannte.

thumb_2010_01-26_1Dieter Kirchner ist Fotograf, Lithograf und Drucker. Er kam in den frühen sechziger Jahren nach Berlin. Hier und in New York lernte er in den Jahren darauf die Großen der Fotografie kennen, mit vielen hat er gearbeitet bzw. tut es bis heute, mit einigen war und ist er befreundet. Die Liste ist lang, Helmut Newton sei genannt, Irving Penn, Bernd und Hilla Becher, er lernte Anfang der 90er Jahre in Moskau Jewgeni Chaldej kennen, hat aktuell mit Bettina Rheims und Jim Rakete gearbeitet. Seine Mission war und ist der perfekte Abzug.

Der perfekte Abzug

Ein Raunen ging durch die Foto- und Druckszene, als Mitte vergangenen Jahres ein Artikel über die Skia Photography in Spiegel online die Runde machte: Tiefste Schwärzen, Dichte 3.0, feinste Nuancen, brillante Schärfe, weitaus besser als jeder Barytabzug – erzeugt an einer Druckmaschine! Jim Rakete und Manfred Hamm äußerten sich überwältigt.

Den kompletten Artikel finden Sie in
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