„Herr Klose?“ – Dieter Kirchner hat sich die Zeit genommen, mich am Bahnhof abzuholen. Wir fahren zu ihm nach Hause. „Das ist alles noch gar nicht fertig, bin dauernd unterwegs, kaum mal ein paar Tage am Stück hier“, entschuldigt er sich. In der Eingangshalle hängt dicht an dicht ein Arsenal großformatiger, gerahmter Schwarzweiß-Fotografien: Rodtschenko, Blossfeld, Mack, um nur einige der Meister zu nennen. Und ihm ganz wichtig: Eine Reproduktion der ersten Aufnahme William Henry Fox Talbots von 1835, die Innenansicht eines Erkerfensters von Lacock Abbey, dem Wohnsitz des Fotografen und Wissenschaftlers. Ihm, Talbot, fühlt sich Kirchner besonders verbunden und es ist deshalb kein Zufall, dass er seine Technik der hochwertigen Bildreproduktion „Skia Photography“ nennt und damit einen Bezug schafft zu Talbots „Skiagraphie“ – „Schattenschrift“, wie dieser seinen frisch erfundenen Negativprozess damals nannte.
Der perfekte Abzug
Ein Raunen ging durch die Foto- und Druckszene, als Mitte vergangenen Jahres ein Artikel über die Skia Photography in Spiegel online die Runde machte: Tiefste Schwärzen, Dichte 3.0, feinste Nuancen, brillante Schärfe, weitaus besser als jeder Barytabzug – erzeugt an einer Druckmaschine! Jim Rakete und Manfred Hamm äußerten sich überwältigt.
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