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Der weisse Rausch

ChristianBrecheis_10Snowboarden ist der schönste Sport, den man fotogrfieren kann - und der schnellste. Das sagt Christian brecheis - und der muss es wisen. Der Profi-Snowboard-Fotograf versteht von Sprüngen, tricks und Interaktionen ebensoviel wie von Aufnahmetechnik und gestaltung.

Arlberg, Österreich, im Februar dieses Jahres: Christian Brecheis steht auf einer Bodenwelle und betrachtet die Sprünge von Wille Yli-Luoma auf dem Display seiner Nikon D3 als die Lawine losbricht. Der Fotograf schreit in Richtung des Profi-Snowboarders weiter oben am Berg, doch der hat sich längst in Bewegung gesetzt, rast quer zum tief verschneiten Hang in eine Kuhle – und taucht, voller Schnee, aber unversehrt, seitlich aus der gefährlichen weißen Brandung auf. Brecheis atmet gerade erleichtert aus, als ihn die Ausläufer der Druckwelle selbst überraschen – und samt Kamera einpudern. „Bevor wir abseits der Piste fahren, begutachten wir das Gelände und die Schneeverhältnisse ganz genau und suchen vorab nach möglichen Fluchtwegen“, sagt Brecheis. „Aber ganz ausschließen kann man die Lawinengefahr nicht. Deshalb üben wir das Aufspüren und Ausgraben eines Verschütteten mit Sonde, Piepser und Klappschaufel regelmäßig. Gott sei Dank ist es bislang bei Übungen geblieben.“

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Jungfräuliche Schneekulisse

Neben den alpinen Gefahren bedeutet Snowboardfotografie oft auch lange Anreisewege und viel Warterei. Manchmal ist der Münchner, der im Winter auf den Gipfeln der Nord- und im Sommer auf denen der Südhalbkugel arbeitet, 14 Tage an einem Spot, von denen er zehn auf besseres Wetter oder abflauende Lawinengefahr wartet. Wenn die Bedingungen dann endlich stimmen, schaufelt er nicht selten fünf Stunden lang, um weit abseits der Pisten eine Absprungrampe zu bauen.

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