Was JPEG 2000 seit Jahren nicht geschafft hat, soll JPEG XR nun richten: Mit vielen Vorteilen gegenüber dem altbewährten JPEG ausgestattet, soll es den Massenmarkt erobern und das Datenformat für hochauflösende Digitalkameras und die Datenspeicherung werden. Die Hauptmerkmale sind eine bessere Kompressionsrate – wahlweise verlustbehaftet oder verlustfrei – eine höhere Farbtiefe bei kleineren Dateigrößen, ein größerer Dynamikumfang sowie die Unterstützung unterschiedlicher Farbräume für Monitor und Druck.
Zusammen mit der Joint Photographic Experts Group (JPEG), einer Arbeitsgruppe der ISO/IEC (Organisation für Standardisierung und der Internationalen Elektrotechnischen Kommission) hat der Software- Konzern Microsoft die Standardisierung von JPEG XR seit 2007 maßgeblich vorangetrieben. Im Juli 2009 wurde das XR-Format nun durch das JPEG-Komitee standardisiert. Die offizielle Signatur lautet ISO/IEC 29199-2.
Hintergrund
„XR“ steht für „Extended Range“, was auf den erweiterten Dynamikbereich hinweisen soll. Das Format wurde ursprünglich von Microsoft entwickelt und ist unter der Bezeichnung „Microsoft HD Photo“ und „Windows Media Photo“ in Umlauf. Verpackt in das Microsoft- Betriebssystem Windows Vista, hat das Format jedoch nicht den Durchbruch geschafft. Erst durch die Standardisierung und die Aufnahme in die JPEG-Familie kann sich das auf den Namen JPEG XR getaufte HDFormat etablieren und sich für den Markt öffnen, so zumindest die Hoffnung der Entwickler. Laut Bill Crow, Manager bei den Microsoft Live Labs, gibt es lediglich kleine, aber feine Unterschiede zwischen HD Photo und JPEG XR. Welche dies sind, verrät er aber nicht im Detail. Laut Bill Crow ist die Nutzung des Formats international freigegeben – neben der Qualität ist das eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz.
Highlights
Das Bildformat JPEG revolutionierte einst den Umgang mit Bildern. Internet und EMail brachten den Durchbruch auf globaler Front. Große Dateien konnten je nach Einsatzzweck mit unterschiedlichen Kompressionsraten gespeichert und transferiert werden. Das Ergebnis ist zwar mit mehr oder weniger großen Qualitätsverlusten behaftet, die Vorteile überwiegen jedoch – bislang.
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