Eines vorweg: Wer ständig und professionell mit digitalen Bildern arbeitet, kommt an Adobe Photoshop, dem Platzhirschen in der Bildbearbeitung, nicht vorbei. Doch es lohnt sich durchaus, einen Blick auf kostenlose Alternativen aus dem Open- Source-Bereich zu werfen. Im Bildbearbeitungssektor ist Gimp eines der wenigen ernst zu nehmenden Open Source Programme – und eines der ältesten. Bereits 1995 als Studienarbeit von Peter Mattis und Spencer Kimball entwickelt, liegt die Software in Version 2.6 vor, an deren Quellcode viele Programmierer aus aller Welt mitgearbeitet haben. Das Programm wird mit jeder Version leistungsstärker und zeigt in einigen Bereichen durchaus Profiqualitäten.
, wo die aktuelle Version und sämtliche Links für den Download und für die Programmdokumentation zur Verfügung stehen. Im Prinzip ist Gimp für alle wichtigen Betriebssysteme wie Mac OS X, Windows und Linux verfügbar. Auf Apple Rechnern muss jedoch zunächst die kostenlose Zusatzsoftware X11 installier werden, die den Betrieb von Gimp erst ermöglicht. Nachdem die zirka 16 Megabyte große Datei heruntergeladen wurde, reicht ein Doppelklick auf die Datei, um es zu installieren. Der erste Start von Gimp dauert ein bisschen länger, da zunächst alle Systemkomponenten eingelesen werden. Es präsentieren sich dann drei Fenster: der Werkzeugkasten, mit allen Werkzeugen, ein Fenster mit der Anzeige von Ebenen, Kanälen, Pfaden und Farbverläufen sowie das Hauptfenster. Dieses Fenster, welches dann auch das geöffnete Bild darstellt, beinhaltet alle Menüpunkte mit Pulldown- Menüs. Insofern bietet Gimp im Vergleich zu Photoshop eine etwas gewöhnungsbedürftige Darstellung. Über „Datei“ und „Öffnen“ lassen sich die Bilder auf einem Speichermedium ansteuern, in einer Vorschau darstellen und schließlich öffnen. Ein Bildbrowser wie es ihn ab Photoshop 7 gibt oder gar eine Zusatzapplikation wie Bridge fehlen. Immerhin gibt es eine umfangreiche Unterstützung von RAW-Formaten, inklusive des DNG von Adobe.
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