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Sphärische Dynamik

thumb_2009_06-26_2Hochauflösende 360 Grad Sphären mit extrem erweitertem Tonwertumfang sind ein wichtiges „Konstruktionsteil“ in CGI (Computer Generated Imaging) Projekten – und ein spezieller Anwendungsfall der Fotografie. Dabei ist zunächst nicht so sehr die Kreativität, sondern das technische Verständnis gefragt.
Die Lösungen für diese Aufgabe sind hochspezialisiert und erfordern viel Wissen zu Aufnahmetechnik, Hard- und Software. Wir zeigen, was nötig ist, um Sphären für die Nutzung in CGI-Workflows zu erstellen.

Im Altertum verstand man unter einer Sphäre das Himmelsgewölbe, welches man sich als Kugeloberfläche vorstellte. In der Mathematik wird mit diesem Begriff verallgemeinernd die Oberfläche einer Kugel bezeichnet. In den fotografischen Anwendungen, um die es hier geht, ist eine die Sphäre die kugelförmige Abbildung der Umgebung um einen Punkt herum, also ein volles 360-Grad-Panorama in alle Richtungen.

Will man eine Sphäre zur Erfassung einer Lichtsituation nutzen, kommt die HDRTechnologie ins Spiel. Das Kürzel HDR steht dabei für „High Dynamic Range“, also für die Erfassung und Wiedergabe eines möglichst hohen Tonwertumfangs einer Szenerie. An der fotografischen Erfassung und Reproduktion großer Dynamikumfänge hat sich bekanntlich bereits Ansel Adams versucht. Sein Zonensystem war quasi ein HDR-System der analogen Fotowelt.

Genutzt werden solche Lichtsphären in 3DProgrammen zur realistischen Darstellung von Beleuchtungen und Reflexen auf Oberflächen. Die glänzenden Oberflächen von Autos sind prädestiniert für die „fotografische Beleuchtung aus der Konserve“, da die Fahrzeugformen und Oberflächen aus den digitalen Konstruktionsdaten der Autobauer gerendert werden können.

Rundum-Lösung aus der Pfalz
Um eine solche Sphäre aufzunehmen, kommen unterschiedliche Hard- und Softwarelösungen zum Einsatz. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Lösung der Firma Spheron aus Waldfischbach-Burgalben am Pfälzer Wald. Spheron hat es sich zur Aufgabe gemacht, die sichtbare Welt mit allen Details digital aufzunehmen und für verschiedene Aufgaben auszuwerten. Der größere Teil ihrer Lösungen befasst sich mit Vermessung und Forensik. Für fotogrammetrische Aufgaben werden vollautomatisiert Bilder mit einer definierten Parallaxe aufgenommen, aus denen dann später in einer Software Messpunkte entnommen werden können. Für die Forensiker der Polizei entwickelt Spheron Systeme zur Tatortdokumentation, die alle Details und Lichtverhältnisse wiedergeben.

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d i g i t ! - 06/2009 d i g i t ! - 06/2009 €2,50 Checkout >> Read more >>