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Modular in die Marktlücke

Die Ricoh GXR mit dem 50-mm-Makro-Modul. Ein 24-72-mm Zoomobjektiv ist ebenfalls zum Start erhältlich. Das Teleobjektiv-Modul wurde für das Frühjahr 2010 in Aussicht gestellt.Mit dem GXR-System stellt Ricoh eine modulare Kamera vor. Der Clou: Objektiv, Bildsensor und Bildprozessor werden als Aufnahmeeinheit komplett gewechselt. Als Zielgruppe hat Ricoh qualitätsorientierte Anwender ausgemacht, die eine kompakte Alternative zur Spiegelreflexkamera suchen.

Der Markt für digitale Spiegelreflexkameras ist weitgehend erschlossen und wird von Canon, Nikon sowie ferner Sony und Olympus beherrscht. Dieses Premium-Segment der Fotografie ist eingebettet von einer nahezu unüberschaubaren Flut von Kompaktkameras. Zwischen diesen großen Klassen fischen Panasonic und Olympus mit innovativen Micro-Four-Thirds-Modellen. Und jetzt auch Ricoh. Mit dem GXR-System stellt der japanische Hersteller ein eigenes System vor, das sich dem direkten Vergleich mit allen genannten Kameraklassen entzieht. Denn Ricoh verfolgt einen sehr originellen eigenen Ansatz: Die GXR ist die erste Kamera in dieser Klasse, bei der Objektiv, Sensor und Bildprozessor als Einheit komplett gewechselt werden. Das Gehäuse verfügt über einen Entriegelungsmechanismus, mit dem das Austauschen der Module mit wenigen Handgriffen erledigt ist. Der Kamerakörper beinhaltet in dieser Konstruktion nur das Display, die Bedienungselemente, den Akku und einen zweiten Bildprozessor. Mit 8,1 cm (3 Zoll) Diagonale und 920.000 Pixel erlaubt das Display eine akkurate Bildbeurteilung, der als Zubehör erhältliche elektronische Aufstecksucher weist dieselbe Auflösung auf; er ist um 90 Grad nach oben schwenkbar. Die modulare Bauweise ermöglicht laut Ricoh eine optimale Anpassung von Objektiv-Design, Sensor und Bildverarbeitung.

Die unkonventionelle Bauart mit dem Modulanschluss hält Staub vom Sensor fern.In der Ricoh GXR kommen in den beiden vorhandenen Modulen verschiedene Sensorgrößen und -typen zum Einsatz. Der Bildprozessor arbeitet je nach Modul geschwindigkeitsoder qualitätsoptimiert mit dem zweiten Prozessor in der Kamera zusammen.
Den Anfang machen zwei Objektivmodule. Das Zoomobjektiv mit einem kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich von 24-72 mm ist mit einem 1/1,6 Zoll großen CCD-Sensor ausgerüstet. Das 3-fach-Zoom-Modul gleicht Verwackelungsunschärfen mittels einer CCDShift- basierten Bildstabilisierung aus. Das zweite Modul ist eine Festbrennweite: Das Makroobjektiv weist eine Brennweite von 50 mm auf. Hier kommt ein CMOS-Sensor zum Einsatz. Er entspricht mit 23,6 x 15,7 mm genau dem APS-C Standard und eignet sich für Nahaufnahmen und Portraits. Die Bildwirkung entspricht einer 80er-Brennweite im Kleinbildformat. Die Floating-Focus Technologie soll chromatische Aberrationen eliminiert. Ricoh hebt bei der Festbrennweite zudem den geringen Randlichtabfall und eine angenehmes Bokeh hervor.

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d i g i t ! - 06/2009 d i g i t ! - 06/2009 €2,50 Checkout >> Read more >>