Für den professionellen Fotografen, der überwiegend als Einzelkämpfer im Markt agiert, gilt es, innerhalb dieses Geflechts von Präsentations- und Vermarktungsplattformen eine Strategie zu entwickeln, die einen möglichst profitablen Absatz der eigenen Bilder sicherstellt.
Typisches Stockfoto: Viele Motive kann man auf den ersten Blick als Bildagenturangebote erkennen. | © Corbis
Der große Vorteil der neuen, internetbasierten Vermarktungswege ist: Hohe Netzwerkbandbreiten ermöglichen es, schnell, einfach und ohne die Mittlerfunktion einer Fotografenrepräsentanz oder eines Agenten, große Mengen von Bildmaterial der globalen Öffentlichkeit oder einzelnen Kunden feilzubieten. Im Wesentlichen stehen dem Fotografen derzeit drei Wege der Internetvermarktung zur Verfügung: 1. Klassische und Microstock-Bildagenturen, 2. die fotografeneigene Website, die sich zu diesem Zweck mit softwarebasierten Vermarktungstools wie Datenbank- und Shoppinglösungen abnehmergerecht ausbauen lassen, sowie 3. Fotocommunities, die die Präsenz des eigenen Bildmaterials sicherstellen und die Anbahnung von Kundenkontakten forcieren können. Jeder der drei Breiche hat seine Stärken und Schwächen, die wir hier aufzeigen möchten – beginnend mit dem Klassiker.
Die klassische Bildagentur: Hohe Endpreise, hohe Aufnahmehürden
Die Zahl der Bildagenturen ist riesig: Es gibt große und kleine, universell ausgerichte und spezialisierte. Allen gemeinsam ist, dass sie Bildmaterial en gros sammeln und eigene Qualitätskriterien anlegen.
Große Bildagenturen wie Corbis oder Getty Images haben ihre Ursprünge in analogen Zeiten, in denen eine Bilddatenbank aus riesigen Mengen Dias bestand und der Kunde Duplikate dieser Originale per Post oder Kurier zugesandt bekam. Das gesamte Programm dieser Altvorderen steht heute natürlich im Netz mit den entsprechend zeitgemäßen Such-, Download- und Bezahlungsoptionen.
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