Vor allem die Canon EOS-1D Mark II war mit Spannung erwartet worden. Nicht zuletzt hatten Probleme mit dem Vorgängermodell dazu beigetragen, dass Nikon in den vergangenen beiden Jahren wieder Marktanteile von Canon zurückgewinnen konnte.
Während Nikon mit der neuen D3s auf einen 12,1-Megapixel Vollformatsensor mit relativ geringer Auflösung setzt, bleibt Canon auch in der Mark-IV-Generation der 1D-Reihe beim APS-H-Standard, der die Bildwirkung der Brennweite eines Objektivs im Vergleich zum Vollformat um den Faktor 1,3 verlängert – allerdings mit 16,1 Megapixel. Beide Kameras warten mit einem maximalen ISO-Empfindlichkeitswert von 12.800 auf, der jeweils um 3 Blenden „gepusht“ werden kann. Bildraten von 9 (Nikon) bzw. 10 Bildern/s (Canon) ergeben fantastische Möglichkeiten für Sportfotografen. Beide Speed-Spezialisten verfügen über die Option, hochauflösende Videos aufzunehmen, wobei Canon hier mit der 1080p-Full-HD-Variante mehr zu bieten hat.
Äußerlich übernimmt die D3s das robuste Gehäuse der hochauflösenden D3s-Schwester. Wie bei dieser können Bilder alternativ im kleineren DX-Sensorformat und im Format 5:4 aufgenommen werden, wobei jeweils drei verschiedene Bildgrößen (L, M, S) wählbar sind. Die neue „1,2-fach-Crop“-Option simuliert eine Brennweitenverlängerung.
Mit 12,1 Megapixel auf dem 36 x 23,9 mm großen Vollformat-CMOS-Sensor und einer Standard-Empfindlichkeit von ISO 12.800 setzt sie die Philosophie der hochempfindlichen Highspeed-Produktreihe fort. Das überarbeitete Sensordesign verbessert die Lichtempfindlichkeit. Ein verbesserter Signal- Rausch-Abstand soll Schärfe und Detailzeichnung in den rauschanfälligen Schattenbereichen unterstützen. So stehen im Hi-3-Modus ISO 102.400 zur Verfügung. Die Nikon D3s bietet zudem erstmals in der Nikon Oberklasse eine Sensorreinigung gegen Staub und Fusseln.
Bereit für HD
Mit der neuen D-Movie-Funktion wird eine bisher dem DX-System vorbehaltene Funktion der D3s zugänglich gemacht. Die DMovie Funktion erlaubt eine HD-Ready- Auflösung von 720p (1280 x 720) bei einer Bildrate von 24 Bildern/s. Eine Nikon Innovation stellt die Einzelbildextraktion dar. Zudem ist es möglich, einzelne Phasenbilder einer Filmsequenz mit der Option „Ausgewähltes Bild speichern“ als JPEG festzuhalten. Mit einem optional anschließbaren Stereomikrofon können Videos auch in mit Zweikanalton aufgenommen werden.
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