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LAUTLOSE GIGANTIN

digit! 6-2017Mit der D850 stellte Nikon die interessanteste DSLR des Jahres 2017 vor. Thorsten Wulff hat mit der Neuen auf dem Berliner Parkett geflirtet.

Die erste Überraschung nach dem Auspacken der D850 ist, wie klein sie ist. Nichts an ihrem Gehäuse verrät, dass ihr CMOS-Sensor 45 Megapixel große Bilder macht. Sie kommt mit dem praktisch-eleganten Schwenkdisplay eher unauffällig daher. Wie üblich bei den aktuellen Nikons verstecken sich Anschlüsse für Audio, USB und HDMI links am Gehäuse unter gummierten Deckeln, die Autofokuskontrollen sitzen unter der Objektiventriegelung. Auf der gegenüberliegenden Seite schützt ein Schieber die beiden Kartenslots, unten der Slot für die schnellen QXD-Karten und versetzt darüber der für UHS-II-SD-Karten. Gut dass Nikon nicht Apple ist: Dann wäre das ältere, aber weitverbreitete SD-Format nicht mehr da. Die D850 verzichtet auf den Klappblitz, der Sucher wird dadurch robuster. Das Gehäuse ist griffig und liegt gut in der Hand. Die Position der ISO-Einstellung, ein herausragender Knopf zwischen Videoauslöser und (abgesenkter) Belichtungskontrolle, erleichtert das Justieren der Empfindlichkeit mit der Kamera am Auge.

Alle Kontrollen sind durch eine Rechtsdrehung des An/Aus-Knopfes beleuchtbar. Wenn Sie in den letzten Jahren eine Nikon benutzt haben, kommen Sie auch sofort mit der D850 klar.

digit! 6-2017 Claudia Schiffer kommt nach Berlin, um einen Bambi in Empfang zu nehmen, der perfekte Test für eine neue Kamera. Mit dem exzellenten 105-mm-f/1,4-Nikkor stürze ich mich ins Getümmel. Claudia feiert ihr dreißigjähriges Jubiläum als Modell, 1987 wurde sie von Ellen von Unwerth für die Elle fotografiert, und kurz darauf entdeckte Karl Lagerfeld, dessen Muse sie wurde, Schiffer für den Laufsteg. Mit Cindy Crawford, Kate Moss und Naomi Campbell stieg sie schnell in den Olymp der Supermodels auf. Dementsprechend groß ist auch der Andrang in Berlin, eine größere Menschenmenge wartet auf Schiffers Ankunft, darunter Fotografen und Kamerateams, Fans und Autogrammjäger.

Die Begeisterung ist groß, als endlich das richtige Auto vorfährt, ein Wald aus Kameras und Telefonen wird in die Luft gestreckt. Da ich das 105er auf der Kamera habe, muss ich mich nicht mit den Kollegen herumschubsen. Es macht sowieso Sinn, sich nicht direkt in den Pulk zu stellen, sondern gegenüber. November in Berlin, der Himmel ist grau wie ein Fernseher auf Sendepause. Ich entscheide mich für ISO 1.600 und lasse die Programmautomatik ihre Arbeit machen, dies ist hilfreich mit den Blitzen, die von allen Seiten aufleuchten. Claudia steigt aus, lächelt ins 105er und verschwindet im Gedränge. Später im Treppenhaus fordert sie ihren Leibwächter gut gelaunt auf, durch die Menschenmenge zu navigieren. Die Kamera ist noch bei ISO 1.600 und im Manuell-Modus auf 1/200 Sekunde und f/1,4. Das Supermodel verliert ...


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