Beiträge

SAME, SAME – BUT DIFFERENT

digit! 6-2017Die Trichromatic-Version des Phase-One-IQ3-100MP-Digitalbacks nutzt spektral besondere präzise Farbfilter vor den Sensorpixeln, um eine höhere Bildqualität zu erzielen. Stefan Steib hatte die Gelegenheit, das „Tri“ im direkten Vergleich mit dem konventionellen IQ3 100MP für digit! zu testen.

Die digitale Fotografie und das menschliche Sehen sind zwei unterschiedliche Vorgänge. Das Farbensehen des Menschen ist trichromatisch, d. h. das Auge enthält drei Zapfentypen, die als S-Zapfen (für „short“ = kurz), M-Zapfen (für „middle“ = mittel) und L-Zapfen (für „long“ = lang) bezeichnet werden. Die Unterscheidungen beziehen sich auf die Wellenlängen, bei denen die Absorptionsmaxima der Zapfen jeweils liegen: S-Zapfen bei 420 nm, M-Zapfen bei 535 nm und L-Zapfen bei 565 nm Wellenlänge 1. Die Absorptionsbereiche der Zapfen überschneiden sich, und die neuronale Verarbeitung im Gehirn ermöglicht das Farbensehen.

Ein technischer „Sehapparat“ wie eine Kamera, der diese Farbwahrnehmung mit einem Siliziumchip nachbilden will, muss die sogenannte „Luther-Kondition“ oder auch das „Maxwell-Ives-Kriterium“ 2, 3 erfüllen, also dabei auch Farbverfälschungen durch Metamerie bei unterschiedlichen Farbtemperaturen ausgleichen.

digit! 6-2017 Heutige Farbdigitalkameras benutzen dafür mit wenigen Ausnahmen (z. B. Foveon-Chips in Sigma-Kameras) das Bayer-Farbschema, wobei einer Gruppe von jeweils vier monochromatischen Pixeln zwei grüne, ein roter und ein blauer Farbfilter vorgeschaltet werden. Die spektrale Beschaffenheit dieser Filter definiert die Haupteigenschaft einer digitalen Farbkamera. Die Summe dieser Farbinformationen wird verrechnet und gibt dann auf den farblich immer noch limitierten Geräten, die wir zur digitalen Fotografie benutzen, idealerweise möglichst „natürliche“ Farben wieder.

Reine Farben ohne Kompromisse
Bislang waren diese Farbfilter ein Kompromiss. Sie sollten nicht zu viel Licht schlucken, sie waren auch nicht so trennscharf wie man sich das für eine klar definierte Farbwiedergabe unter Vermeidung von Nebenfarbdichten (also sich überschneidende Bereiche der Farbkurven) gewünscht hätte; durch den Verlust von Licht rauscht der Sensor und verliert dadurch wieder Auflösung. Die Fertigung war eine Limitierung, so hat man auch bei CMOS-Chips mit ihrer höheren Lichtempfindlichkeit bisher eher konservative spektrale Bestückungen wie bei früheren CCDs gewählt, ...


Lesen Sie weiter in: digit! 6-2017

digit! 6-2017

digit! Aboservice

Postfach 1331
53335 Meckenheim

E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Telefon:
02225/7085-340

Telefax:
02225/7085-399

Social Links