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KOMPAKTES MITTELFORMAT

digit! 4-2016Hasselblad führt mit der X1D eine neue Kamera- Kategorie ein. Michael Marczok hatte Gelegenheit, sich bei der Erstvorstellung in Göteborg einen ersten Eindruck von der kompakten Mittelformatkamera zu verschaffen.

Der schwedische Hersteller geht neue Wege, die dabei der angestammten Maxime des Gründers Viktor Hasselblad folgen, Fotografen das beste Werkzeug zur Verfügung zu stellen und das Hauptaugenmerk dabei auf Bedienbarkeit und Mobilität zu richten. Viktor Hasselblad war ein begeisterter und begnadeter Vogelfotograf. Eine leicht zu transportierende, einfach zu bedienende Kamera war für ihn die Voraussetzung dafür, seine Motive auf Film zu bannen. Die ersten Hasselblad-Kameras, wie das legendäre V-System, fußten auf diesem Gedanken und waren für ihre Zeit kompakt bei höchster Bildqualität.

Mit den später aufkommenden Kleinbildkameras relativierte sich das, und Mittelformatkameras galten dann irgendwann als schwer, langsam, kompliziert zu bedienen und am besten im Studio zu benutzen. „Zurück zu den Wurzeln“ könnte als Überschrift über dem Hasselblad-Projekt stehen, das vor 18 Monaten begann. Die X1D ist das Ergebnis der Bemühungen und ein Meilenstein im Jahr des 75-jährigen Bestehens.

Wie kompakt und leicht die neue Hasselblad ist, demonstriert Perry Oosting auf der Präsentation: Leicht und locker baumelt die Kamera an einer Hand. Mit 725 Gramm für das Gehäuse und 417 Gramm für das ebenfalls neue XCD-3,5/45-mm-Objektiv wiegt diese Kombi deutlich weniger als herkömmliche digitale Mittelformatkameras und sogar weniger als viele Kleinbildkameras, oder – wie es der CEO lau-nig kommentiert – so viel wie eine Packung schwedisches Knäcke-brot. Zum Vergleich: Die H6D-50c mit HC-2,8/80-mm-Objektiv wiegt 2.115 Gramm, also knapp das Doppelte, und eine Canon EOS-1D X Mark II mit einem EF-50-mm-f1.4-USM-Objektiv 1.630 Gramm.

Auch die äußere Form erinnert nicht mehr an eine klassische Mittelformatkamera mit angesetztem Digitalback und großem Prismensucher. Eher wirkt sie wie eine üppige Kompaktkamera. Und das soll die X1D ja eigentlich auch sein, kompakt.
Die Kamera ist für den Einsatz unterwegs konzipiert. Deshalb ist das Gehäuse wetter- und staubgeschützt. Bei allem Pragmatismus hinsichtlich der Mobilität hat das schwedische Unternehmen Wert auf ein ansprechendes Design gelegt. Schlicht und funktional ist die Formensprache. Von vorn, mit Blick auf das Objektiv, haben wir eine typische Hasselblad vor uns, mit dem quadratischen Gehäuse und dem Griff an der rechten Seite. Von der Seite und von hinten sieht das anders aus. Die Kamera wirkt sehr dünn, man fragt sich direkt, wie bei so einem kurzen Abstand von Objektiv und Sensor ein so großer Bildkreis...

 


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