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GARMIN VIRB 360 IM AIRBUS-EINSATZ

digit! 3-2018 An Bord eines Airbus 320, genauer gesagt im Cockpit, ist die Garmin-Virb-360-Kamera vom Flughafen Köln-Bonn nach Faro in Portugal geflogen. Verantwortlich für ihren Einsatz war der Kölner Fotograf Jan Knoff. Er war Anfang des Jahres einem Aufruf der digit! Redaktion gefolgt und hatte sich als Tester für die 2017 eingeführte 360°-Kamera beworben. Garmin stellte für das Projekt neben der Kamera auch die GPS-Multisport-Smartwatch Garmin vivoactive 3 zur Verfügung.

Knoff selbst griff auf die Halterung eines anderen Kameraherstellers zurück, die sich bereits bei früheren Einsätzen an Bord einer großen Passagiermaschine bewährt hatte. Trotz seiner Erfahrung mit ande-ren Foto- und Filmprojekten im Aviationbereich waren vor dem Abflug – wie immer – formale Bedingungen zu erfüllen. So mussten zunächst verschiedene Genehmigungen eingeholt werden, was bei den derzeitigen Turbulenzen im Markt der deutschen Fluglinien mit Blick auf Markenrechte und Unternehmensübernahmen nicht ganz einfach war. Endlich an Bord war das nächste Problem zu lösen. Denn ein geeigneter Platz für die Kamera, die keinesfalls den Flug-betrieb und die Sicht des Piloten stören darf, ist aufgrund der Enge des Cockpits nicht ohne Weiteres zu finden. Knoff entschied sich schließlich für zwei Varianten: Einmal für das „Armaturenbrett“, ein-mal für den oberen Bereich der Scheibe, jeweils links vom Mittel-holm. Die beiden Objektive der Kamera wurden ins Cockpit bzw. geradlinig vom Flugzeug weg nach außen ausgerichtet.

digit! 3-2018 Hier schien die Kamera stabil zu stehen. Schien deshalb, weil bei Start und Landung Vibrationen entstanden, die sich negativ auf die Qualität des Bildmaterials auswirkten. Auch Unebenheiten der Start- und Landebahnen wurden direkt auf die Kamera übertragen. Die in die Kamera integrierte sphärische Bildstabilisierung mit Hier schien die Kamera stabil zu stehen. Schien deshalb, weil bei Start und Landung Vibrationen entstanden, die sich negativ auf die Qualität des Bildmaterials auswirkten. Auch Unebenheiten der Start- und Landebahnen wurden direkt auf die Kamera übertragen. Die in die Kamera integrierte sphärische Bildstabilisierung mit drei verschiedenen Modi vermochte nicht, diese Verwacklungen komplett auszugleichen. „Dabei muss man bedenken, dass die Baureihe 320 des Airbus und speziell die Maschine, mit der ich geflogen bin, schon viele Jahre alt sind“, meinte Knoff. „Die Ver-kleidung des Cockpits besteht aus Kunststoffteilen, die natürlich im Laufe der Zeit immer instabiler werden. Bei einer ganz neuen Maschine wären die Vibrationen und Schläge sicherlich nicht so deutlich geworden.“ Abhilfe für das Problem könnte laut Knoff grundsätzlich ein Gimbal schaffen, der sich dann aber wiederum negativ auf die Größe des eingesetzten Kameraequipments aus-wirken würde.

Datenaufzeichnung mit einer GPS-Smartwatch
Die Garmin-GPS-Multisport-Smartwatch diente bei Knoffs Projekt unter anderem dazu, verschiedene Daten aufzuzeichnen, unter anderem die GPS-Koordinaten des Fluges. Diese lassen sich dann an-schließend am Computer auswerten und beispielsweise auf Karten anzeigen oder – mit der entsprechenden Software – in Virb-360- Videos integrieren. Davon, dass die Datenaufzeichnung in Kamera und Uhr problemlos funktioniert, konnte sich Knoff bereits als „nor-maler Passagier“ bei einem Flug nach Zürich überzeugen. Zum Glück, denn bei der Realisation des Garmin/digit!-Projekts war die Aufzeichnung von GPS-Daten ...


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