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WEBSCOUTS LIEBLINGE | Marc Lagrange

Rückblick auf einen Meister des Eros.

digit! 3-2018

Marc Lagrange war ein fotografischer Spätstarter. Bis in die 90er-Jahre arbeitete der 1957 im Kongo geborene Belgier als Ingenieur, ehe er – angeregt durch die Bildwelten Lindberghs und Newtons – als 30-Jähriger zur Mode- und später zur Akt- und Erotik-Fotografie fand. Sein Markenzeichen: leicht oder gar nicht bekleidete Frauen mit perfekten Körpern, die in divenhaften Posen mit dem Betrachter begehrliche Blicke wechseln oder – ähnlich wie bei Newton – vor Selbstbewusstsein strotzend posieren. Dazu: Jede Menge kunsthistorische Zitate von alten Meistern wie Peter Paul Rubens (der wie Lagrange aus Antwerpen stammte), über Salvador Dali bis hin zu Regisseuren wie Fellini, Lynch oder Kubrick. Stattfinden lässt der flämische Fotograf all das in Dekadenz atmenden Sets, die er in Schlössern, Luxushotels oder Künstlerateliers installiert.

Sein Kontrastprogramm hierzu: minimalistische und romantische Schwarzweiß-Nudes, oft in Sepia-Tönung. Der internationale Durchbruch gelang ihm 2013 mit dem Buch „Diamond & Pearls“, das in 80 Ländern erschien. Definitiv einen Blick wert ist auch seine ab Anfang der 90er-Jahre bis 2012 auf 8 x 10 "-Polaroidfilm entstandene suggestive Schwarzweiß-Serie „Polarized“. 2015 folgte die Werkreihe „Senza Parole“ mit weiblichen Körperstudien von skulpturaler Intensität. Tragisch: Im gleichen Jahr verunglückte der damals 57-jährige mit einem Golfcart auf Teneriffa – auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

marclagrange.com

 

 


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