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ANALOG DURCH DIE NACHT

Teil 1: Technik, Laborauswahl, Probelauf Von Tilo Gockel

Nicht erst seit Peter Lindberghs letztem Pirelli-Kalender geht der Trend wieder weg von überzeichneter Sauberkeit und überretuschierter Glattheit, hin zur Natürlichkeit. Doch der begehrte, ehrliche Analoglook von Künstlern wie Dennis Stock, Henri Cartier- Bresson oder Ron Galella kann mit der Digitalkamera nicht eingefangen werden – dafür sind die Aufnahmemedien zu unterschiedlich. Daher: Wieso nicht einfach auch einmal eine Strecke auf Film aufnehmen?

digit! 2-2018Die Motivation
Wer sich am Schwarzweiß-Look erfreuen kann, schielt vielleicht auf eine Leica M Monochrom und auf die Google-Nik-Filter AnalogEfex und andere monochrome Optionen. Zwar kann man sich damit dem klassischen Look annähern, aber es geht noch besser und auch noch preiswerter. Man schafft sich einfach eine Analogkamera und ein paar Filme an.

Die Einstiegskosten sind durch die vielen verfügbaren Gebrauchtgeräte sehr überschaubar, und die technischen Hürden sind klein. Wer eine Digitalkamera manuell einstellen kann, der kann das auf die klassische Spiegelreflexkamera eins zu eins übertragen. Und auch die aufwändige Dunkelkammerarbeit kann entfallen, wenn man sich – wie ich – einen Anbieter sucht, der nach der Filmentwicklung die erzeugen Scans als Dateien zur Verfügung stellt.

Die Kamera, das Glas und die Filme
Wir haben für unser Analogexperiment eine Kombi aus einer Canon AE-1 und einem lichtstarken FD 50 mm f/1,8 ausgesucht, das gebraucht und in gutem Zustand für unter 100 Euro erhältlich ist. Ein Objektiv sollte dabei sein, denn der Plan, etwaige vorhandene EF-Linsen ans FD-Bajonett zu adaptieren, geht leider nicht auf. Vom Auflagemaß her würde es bereits sehr knapp (die Differenz ist 2 mm), aber selbst wenn das funktionieren würde, macht der größere Durchmesser des aktuellen EF-Bajonetts einen Strich durch die Rechnung. Das besagte 50er ist gar nicht schlecht, und wer flexibler sein möchte, holt sich bei eBay noch preiswert das 70–210 mm f/4 und das 35 mm f/2,8 dazu.

digit! 2-2018

Als Sujet haben wir die „stimmungsvolle Nachtfotografie“ gewählt und dafür 400-ASA-Schwarzweißfilme Ilford HP5 Plus 400 ASA und Kodak 400TX besorgt. Beide Filme bringen bereits ein angenehmes Korn mit, das dann durch eine Push-Entwicklung (+ 1 EV) noch mehr hervortritt. Auch mit einer Handvoll ...

 

 

 


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