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AFFINITY PHOTO VS. PHOTOSHOP: EIN WORKFLOW-VERGLEICH

digit! 2-2018Affinity Photo ist ein Bildbearbeitungsprogramm, welches sich in Funktionsumfang und Arbeitsweise an Photoshop anlehnt. Die mächtige Software von Serif steht für nur 55 Euro als Kaufversion zur Verfügung – ohne Abolizenzverpflichtung wie bei Adobe. Wie gut Fotografen mit ihren typischen Photoshop-Workflows mit der Alternative klarkommen, stellt Michael Marczoks Praxisvergleich dar.

#1 Basiskorrekturen
Ich skizziere zunächst immer den Weg, der typischerweise in Photoshop beschritten wird. Beim Einstieg in die Bearbeitung einer RAW-Datei landen wir erst einmal im Camera-RAW-Plug-in des Programms. Die Möglichkeiten einer Korrektur und Optimierung sind vielfältig. Ich konzentriere mich auf die grundlegenden Einstellungen zu Weißabgleich, Belichtung, Lichtern, Tiefen, Kontrast, Schärfe, Objektivkorrektur und Details bzw. Klarheit.

Das Camera-RAW-Plug-in von Photoshop öffnet sich in einem eigenen Fenster. Die Anpassungen sind nach Kategorien unter Karteikartenreitern sortiert. Die gewünschten Korrekturen und Optimierungen findet man unter den Reitern Grundeinstellungen, Details und Objektivkorrekturen. Im Folgenden werden die Bezeichnungen von Werkzeugen und Menüs immer ausführlich angegeben,um die Unterschiede in der Nomenklatur der beiden Programme aufzuzeigen. Zusätzlich hilft die tabellarische Übersicht bei einem Vergleich.
Die Einstellungen im Camera-RAW-Plug-in werden entweder mit Schiebereglern oder mit einer Pipette (Weißabgleich) bzw. Pulldown- Menüs (Objektivkorrektur) vorgenommen. Wenn ein kalibrierter Monitor vorhanden ist, erfolgen die Korrekturen auf Sicht.

Bearbeitungsbereiche sind in Affinity Photo in sogenannten „Personas“ zusammengefasst, so auch die RAW-Bearbeitung. Die entsprechende Persona heißt „Develop“ und vereinigt alle Korrekturmöglichkeiten für ein RAW. Prinzipiell sieht es hier sehr ähnlich aus wie im Camera-RAW-Plug-in. Die Anpassungen werden ebenfalls über Schieberegler und Pipette vorgenommen. Die entsprechenden Karteikartenreiter heißen „Einfach“, „Objektiv“ und „Details“.

digit! 2-2018 Einen großen Unterschied stelle ich bei der Objektivkorrektur fest. Im Gegensatz zum großen Konkurrenten gibt es keine sichtbare Datenbank, aus der das im RAW hinterlegte Objektiv automatisch oder, wenn das nicht funktioniert, manuell ausgewählt werden kann. Nach Herstellerangabe ist diese Funktion aber mit einer großen Liste an Objektiven hinterlegt. Das passende Profil wird beim Öffnen der Datei automatisch ausgewählt und die Korrekturen angewendet, wenn die entsprechenden Häkchen angeklickt und die Stärke der Korrektur per Schieberegler verschoben werden. Ebenfalls unter Objektivkorrektur fallen bei Affinity Photo eine radiale, eine horizontale und eine vertikale Verzerrung, eine Rotation und eine Skalierung. Der Nutzen dieser Schieberegler hier erschließt sich nicht. Denkbar wäre nur, dass diese Korrekturen so etwas wie eine manuelle ...

Weitere Kriterien im Software Test von Michael Marczock:
Retusche, Bildoptimierung, Automatisierung, Farbmanagement, plus einer detaillierten Tabelle der Funktionen im Vergleich.

 


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